🔥 Neu: PultOS — Ihr Unternehmen auf einem Bildschirm • 71 fertige Integrationen • Server in Deutschland
Wiki-Lexikon

Was ist Domain Rating?

Domain Rating misst die Stärke eines Backlink-Profils. Wer die Zahl berechnet, was sie für Ihr Geschäft bedeutet und wie Sie keine wertlosen Links einkaufen.

Domain Rating (DR) ist eine Kennzahl des Anbieters Ahrefs auf einer Skala von 0 bis 100. Sie beschreibt, wie stark das Backlink-Profil einer Website im Vergleich zu allen anderen Websites in der Datenbank von Ahrefs ist. Je höher der Wert, desto mehr und desto stärkere Domains verlinken auf die Seite.

Wichtig vorweg: DR ist eine Zahl eines privaten Werkzeuganbieters, keine Angabe von Google. Sie eignet sich zum Vergleichen und zum Aussortieren — nicht als Ziel, auf das man optimiert.

Domain Rating: Definition

DR bewertet ausschließlich die eingehenden Verweise auf eine Domain. Nicht eingerechnet werden Inhalt, Ladezeit, Suchanfragen, Umsatz oder Alter der Website. Eine Domain kann einen hohen DR haben und trotzdem keinen einzigen Besucher aus der Suche bekommen — und umgekehrt.

Sinnvoll ist die Zahl für drei Zwecke: Domains in einer Linkrecherche grob vorsortieren, den eigenen Stand gegenüber Wettbewerbern einordnen und die Entwicklung des eigenen Linkprofils über Monate beobachten. Für alles andere gibt es bessere Kennzahlen.

Wie wird Domain Rating berechnet?

In die Berechnung fließen nach Angaben von Ahrefs drei Größen ein:

  • Die Anzahl der verweisenden Domains — gezählt wird die Domain, nicht der einzelne Link. Hundert Links von einer Website wiegen weniger als je ein Link von zehn Websites.
  • Deren eigene Stärke — ein Verweis von einer Domain mit hohem DR überträgt mehr als einer von einer unbekannten Seite.
  • Die Anzahl ausgehender Links dieser Domains — wer auf tausende Seiten verlinkt, gibt pro Verweis weniger weiter.

Die Skala ist logarithmisch. Der Sprung von DR 20 auf 30 gelingt mit wenigen guten Verweisen, der von 70 auf 80 verlangt ein Vielfaches davon. Wer zwei Domains vergleicht, sollte deshalb nicht die Differenz betrachten, sondern die Größenordnung. Außerdem ist DR relativ: Wächst das Web und wachsen die starken Domains, kann Ihr Wert sinken, obwohl Sie nichts verloren haben.

DR, DA, AS und UR im Vergleich

KennzahlAnbieterSkalaBezug
Domain Rating (DR)Ahrefs0–100Backlink-Profil der ganzen Domain
URL Rating (UR)Ahrefs0–100Backlink-Profil einer einzelnen Seite
Domain Authority (DA)Moz0–100Geschätzte Ranking-Chance der Domain
Page Authority (PA)Moz0–100Geschätzte Ranking-Chance einer Seite
Authority Score (AS)SEMrush0–100Links, geschätzter Suchtraffic und Signale zur Natürlichkeit
Trust Flow / Citation FlowMajestic0–100Qualität und Menge der Verweise getrennt betrachtet
SichtbarkeitsindexSistrixoffenSichtbarkeit in den Suchergebnissen, keine Linkkennzahl
PageRankGoogle0–10Seit 2016 nicht mehr öffentlich abrufbar

Die Werte sind untereinander nicht umrechenbar. Jeder Anbieter crawlt ein eigenes Web und rechnet nach eigener Formel — dieselbe Domain kann bei Ahrefs deutlich anders dastehen als bei Moz. Wer vergleicht, sollte deshalb bei einer Quelle bleiben. Interessant ist ein Vergleich dennoch an einer Stelle: Der Authority Score von SEMrush bezieht geschätzten Suchtraffic mit ein. Klafft er weit auseinander vom DR, deutet das auf eine Domain hin, die viele Links, aber kaum Leser hat.

Was ist ein guter DR-Wert?

  • DR 0–20: Neue oder kleine Websites, typisch für Firmenseiten ohne Linkarbeit.
  • DR 20–40: Etablierte Websites in einer Nische, regional bekannte Anbieter, aktive Firmenblogs.
  • DR 40–60: Anerkannte Branchenadressen, Fachmedien, größere Anbieter.
  • DR 60–80: Bundesweit bekannte Marken und große Publikationen.
  • DR 80+: Sehr große Plattformen und Nachschlagewerke.

Ein „guter“ Wert lässt sich nur im eigenen Umfeld bestimmen. Die brauchbare Frage lautet nicht „Welchen DR sollte ich haben?“, sondern „Welchen DR haben die drei Anbieter, die für meine wichtigsten Suchanfragen vor mir stehen?“. Liegen die bei 25, ist ein DR von 30 ausreichend. Liegen sie bei 70, ist DR nicht Ihr Problem, sondern Ihr ganzes Marktumfeld — dann ist die Nische oft der bessere Weg als der Frontalangriff.

Domain Rating prüfen

Den Wert zeigt das Werkzeug des jeweiligen Anbieters. Ahrefs bietet einen kostenlosen Website-Authority-Checker, Moz eine ähnliche Abfrage für DA, SEMrush zeigt den Authority Score in der Domainübersicht. Für eine einzelne Abfrage reicht das; für eine Linkrecherche über dutzende Domains braucht es ein kostenpflichtiges Konto.

Achten Sie bei jeder Abfrage darauf, ob Domain oder Subdomain gemeint ist. Der Wert einer großen Plattform sagt nichts über die Unterseite, auf der Ihr Profil liegt — dafür ist das URL Rating die passendere Zahl. Prüfen Sie zusätzlich immer die Entwicklung über die Zeit: Ein Verlauf, der innerhalb weniger Wochen steil ansteigt, ist ein Warnzeichen.

Kein Rankingfaktor: was die Zahl nicht sagt

Google verwendet weder DR noch DA. Beide sind Nachbildungen von außen, die auf einem selbst erhobenen Linkgraphen beruhen. Daraus folgen drei praktische Einschränkungen:

  • DR lässt sich beeinflussen. Wer gezielt Links aus Netzwerken einsammelt, hebt die Zahl, ohne dass Sichtbarkeit entsteht. Genau davon leben Anbieter, die Linkpakete nach DR-Stufen verkaufen.
  • DR kennt kein Thema. Ein Verweis von einer Autowerkstatt und einer von einem Fachverband Ihrer Branche zählen gleich, obwohl der zweite für Ihre Sichtbarkeit ungleich mehr wert ist.
  • DR kennt keine Nachfrage. Die Zahl sagt nichts darüber, ob jemand nach Ihrer Leistung sucht und ob Ihre Seiten diese Suche beantworten.

Was davon fürs Geschäft zählt

Für die Entscheidung, wohin Zeit und Geld fließen, sind andere Zahlen belastbarer. In dieser Reihenfolge:

  1. Impressionen und Klicks in der Search Console. Die einzigen Zahlen, die von der Suchmaschine selbst stammen. Sie zeigen, für welche Anfragen Sie erscheinen und wie oft jemand klickt.
  2. Anfragen und Anrufe. Das eigentliche Ziel. Ein Linkprofil, das keine Anfragen bringt, ist eine Sammlung.
  3. Verweisende Domains aus Ihrer Branche. Nicht die Menge, sondern die Nähe: Ein Fachverband, ein Lieferant, eine Fachpublikation.
  4. Verweise, über die Menschen kommen. Ein Link, der tatsächlich Besucher bringt, ist doppelt wertvoll — und ein guter Beleg dafür, dass er an einer sinnvollen Stelle steht.
  5. Domain Rating. Als Hilfsgröße zum Vergleichen, nicht als Ziel.

Welche dieser Zahlen für Ihre Website heute welchen Stand hat, klären wir zu Beginn jeder SEO-Zusammenarbeit — mit Blick in Ihre Search Console statt in ein Drittanbieter-Werkzeug.

Wer Links einkauft, bewegt sich außerhalb der Richtlinien von Google — bezahlte Verweise ohne Kennzeichnung gelten als Linkkauf und können zu einer manuellen Maßnahme führen. Unabhängig davon wird an Unternehmen laufend „Linkaufbau nach DR“ verkauft. Diese Prüfpunkte helfen, den offensichtlichen Müll zu erkennen:

  • Hat die Domain Suchtraffic? Eine Domain mit DR 50 und fast keinem organischen Traffic hat ihre Zahl aufgebaut, nicht verdient. Das ist das aussagekräftigste Einzelsignal.
  • Passt das Thema? Eine Seite über Gartenbau, die plötzlich zu Steuerberatung, Kryptowährung und Zahnimplantaten verlinkt, ist ein Marktplatz, kein Medium.
  • Wie sieht die Nachbarschaft aus? Sehen Sie sich die anderen ausgehenden Links der Seite an. Wer dort steht, steht auch neben Ihnen.
  • Gibt es einen Autor und ein Impressum? Seiten ohne erkennbare Verantwortliche und mit auffällig vielen Gastbeiträgen sind Netzwerke.
  • Verlief das Wachstum sprunghaft? Ein Linkprofil, das in wenigen Wochen von 50 auf 5.000 verweisende Domains springt, ist gekauft.
  • Wird der Link dauerhaft stehen? Gemietete Verweise verschwinden, sobald die Zahlung endet. Der Aufwand war dann umsonst.
  • Würden Sie den Link auch ohne SEO wollen? Die ehrlichste Prüffrage. Wenn die Antwort nein lautet, ist er das Geld nicht wert.

Wie ein einzelner Verweis überhaupt wirkt und wo der Unterschied zwischen Dofollow und Nofollow liegt, steht in den jeweiligen Artikeln; das größere Bild in Linkbuilding.

Domain Rating verbessern

  • Inhalte schaffen, die jemand zitieren will: eigene Auswertungen, Rechner, Übersichten, Vorlagen. Das ist der langsame, aber tragfähige Weg.
  • Bestehende Beziehungen nutzen: Lieferanten, Partner, Verbände, Kammern, Kunden mit Referenzseiten. Diese Verweise sind echt, thematisch nah und kosten nichts.
  • Fachbeiträge in Branchenmedien statt Gastbeiträge auf Portalen, die jeden nehmen.
  • Kaputte Verweise einsammeln: Wenn jemand auf eine gelöschte Seite von Ihnen verlinkt, bringt eine Weiterleitung die Wirkung zurück. Siehe Broken Link.
  • Erwähnungen ohne Link nachfassen: Firmennamen, die im Netz genannt, aber nicht verlinkt sind, lassen sich mit einer freundlichen Nachricht oft nachrüsten.
  • Auffällige Verweise beobachten und nur im Ernstfall über das Disavow-Werkzeug entwerten. Google ignoriert unnatürliche Links in der Regel von selbst; wer vorschnell entwertet, kann sich schaden.

Häufige Fragen zum Domain Rating

Ist Domain Rating ein Google-Rankingfaktor?

Nein. DR ist eine Kennzahl von Ahrefs und Google verwendet sie nicht. Sie bildet nach, was ein Linkgraph hergibt, und korreliert deshalb oft mit guter Sichtbarkeit — ursächlich ist sie nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Domain Rating und Domain Authority?

DR stammt von Ahrefs und bewertet nur das Backlink-Profil. DA stammt von Moz und schätzt zusätzlich die Ranking-Chance. Beide laufen von 0 bis 100, sind aber nicht ineinander umrechenbar, weil jeder Anbieter ein eigenes Web crawlt.

Wie schnell lässt sich der DR steigern?

Von einem niedrigen Ausgangswert geht es vergleichsweise zügig, weil die Skala logarithmisch ist — ein paar gute Verweise bewegen viel. Im oberen Bereich wird jeder Punkt aufwendiger. Eine Zeitangabe wäre unseriös, sie hängt an Branche, Inhalten und daran, wie viele Beziehungen Sie ohnehin haben.

Mein DR ist gefallen, obwohl ich nichts gemacht habe. Warum?

Weil DR relativ ist. Wenn andere Domains zulegen oder Ahrefs seinen Index aktualisiert und Links neu bewertet, verschiebt sich Ihr Wert, ohne dass Sie etwas verloren haben. Prüfen Sie stattdessen Impressionen und Klicks in der Search Console — dort zeigt sich, ob wirklich etwas passiert ist.

Ab welchem DR lohnt sich ein Link?

Die Frage führt in die Irre. Ein thematisch passender Verweis von einer Domain mit DR 15, über den echte Interessenten kommen, ist mehr wert als ein DR-60-Link aus einem Netzwerk. Prüfen Sie Suchtraffic, Themennähe und Linkumfeld, dann erst die Zahl.

Kann ich DR kostenlos prüfen?

Ja, für einzelne Domains. Ahrefs und Moz stellen kostenlose Checker bereit, die Zahl und eine grobe Einordnung liefern. Die vollständige Liste der verweisenden Domains bleibt den kostenpflichtigen Konten vorbehalten.

Schadet ein niedriger DR meiner Website?

Nein. Ein niedriger DR ist kein Makel, sondern eine Beschreibung: Es verlinkt bisher kaum jemand auf Sie. Für lokale Dienstleistungen mit überschaubarem Wettbewerb ist das oft völlig ausreichend. Relevant wird die Zahl erst, wenn Sie gegen Anbieter antreten, die seit Jahren Linkarbeit betreiben.

Zusammenfassung

Domain Rating ist ein brauchbarer Vergleichswert für die Stärke eines Backlink-Profils und ein gutes Werkzeug, um Angebote zu prüfen. Ein Ziel ist es nicht: Google verwendet die Zahl nicht, sie kennt weder Thema noch Nachfrage und lässt sich kaufen.

Ob ein höherer DR für Ihr Ziel überhaupt nötig ist, zeigt erst der Blick auf die Suchergebnisse Ihrer Branche. Backlink-Profil und Wettbewerb analysieren wir zu Beginn jeder SEO-Zusammenarbeit und sagen auch, wenn Linkarbeit nicht der Hebel ist. Verwandte Themen: Backlink, Linkbuilding, OffPage-SEO.

Brauchen Sie Unterstützung?

Unsere Experten helfen Ihnen, die richtigen SEO- und Digitalstrategien für Ihr Unternehmen umzusetzen.

Kostenlos beraten lassen
Schreiben Sie uns per WhatsApp