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Was ist ein externer Link?

Ein externer Link führt auf eine fremde Domain. Was ausgehende Links für SEO bedeuten, wann nofollow oder sponsored nötig ist und wie Sie sie sauber einfügen.

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LinksWie Links Seiten verbinden
Ihre WebsiteBacklinkAusgehender LinkDeep LinkdofollownofollowDomain Rating
Einordnung: externer Link — im Schema „Ausgehender Link“. Schema zur Einordnung, keine Messwerte.
Inhaltsverzeichnis

Ein externer Link ist ein Verweis auf Ihrer Website, der zu einer anderen Domain führt. Gebräuchlich sind auch die Bezeichnungen ausgehender Link, Outbound Link oder externe Verlinkung. Das Gegenstück ist der interne Link, der innerhalb derselben Website bleibt — und davon zu unterscheiden ist der Backlink, also ein Link, der von einer fremden Website zu Ihnen zeigt.

Externer Link: Definition und Abgrenzung

Die drei Begriffe werden ständig durcheinandergebracht, dabei ist die Unterscheidung einfach: Es kommt auf die Richtung an.

LinktypVonNachSie entscheiden darüber
Interner LinkIhre SeiteIhre Seiteja
Externer Link (ausgehend)Ihre Seitefremde Websiteja
Backlink (eingehend)fremde WebsiteIhre Seitenein

Bemerkenswert daran: Externe Links sind der einzige Linktyp, bei dem Sie Autorität weitergeben — und zugleich der einzige, über den viele Websites nie bewusst entschieden haben. Sie entstehen beiläufig, wenn jemand eine Quelle zitiert, ein Werkzeug empfiehlt oder einen Kartendienst einbindet.

Technisch ist ein externer Link nichts Besonderes: derselbe <a>-Tag wie bei internen Links, nur mit einer vollständigen Adresse auf eine andere Domain. Ob Subdomains als extern gelten, hängt vom Werkzeug ab — die meisten Crawler behandeln blog.ihre-domain.de als eigene Einheit, Suchmaschinen erkennen den Zusammenhang in der Regel.

Die häufigste Sorge im Mittelstand lautet: „Wenn ich woanders hin verlinke, verliere ich Besucher.“ In der Praxis überwiegen die Argumente dagegen.

  • Belege statt Behauptungen. Wer eine Norm, eine Förderrichtlinie oder eine Statistik nennt, verweist auf die Quelle. Das ist der Unterschied zwischen einem Fachtext und Werbung — und genau das, was Leser prüfen, bevor sie anfragen.
  • Thematischer Kontext. Ausgehende Links zeigen Suchmaschinen, in welchem Umfeld sich Ihr Text bewegt. Eine Seite, die auf Normen, Verbände und Fachbegriffe verweist, ist leichter einzuordnen als eine, die für sich allein steht.
  • Erwartung der Leser. Ein Ratgeber ohne einen einzigen Verweis nach außen wirkt geschlossen. Im B2B lesen Einkäufer und Techniker mit — sie folgen Quellen.
  • Grundlage für Beziehungen. Wer regelmäßig sinnvoll verlinkt, wird bemerkt. Aus Verweisen entstehen Erwähnungen, Kooperationen und gelegentlich Backlinks — aber als Folge, nicht als Gegengeschäft.

Ein ausgehender Link gibt einen Teil der Autorität der verlinkenden Seite weiter. Daraus entstand die Idee, man müsse ausgehende Links vermeiden oder sämtlich auf nofollow setzen, um „Linkjuice zu sparen“. Das ist überholt. Google hat das Weitergeben von Signalen nie als Schaden dargestellt, und seit die Attribute als Hinweise und nicht mehr als Anweisungen ausgewertet werden, bringt pauschales Blockieren ohnehin nichts.

Was tatsächlich zählt:

  • Qualität des Ziels. Verweise auf Behörden, Normenwerke, Hersteller, Fachverbände und belastbare Studien sind unproblematisch. Verweise in Linkfarmen, Glücksspielverzeichnisse oder automatisch erzeugte Seiten sind ein Risiko — Nachbarschaft wird bewertet.
  • Passender Ankertext. Der verlinkte Text sollte sagen, was den Leser erwartet. „Technische Regel für Arbeitsstätten“ ist brauchbar, „hier klicken“ nicht.
  • Redaktionelle Entscheidung. Ein Link, den jemand gesetzt hat, weil er den Text besser macht, ist die Norm. Links, die gegen Geld oder Gegenleistung entstehen, gehören gekennzeichnet — dazu gleich mehr.
  • Keine Massenware. Seiten, die überwiegend aus Verweisen nach außen bestehen, sehen aus wie Verzeichnisse und werden entsprechend behandelt.

Für die eingehende Richtung — also den Aufbau von Empfehlungen anderer — gelten andere Regeln; die stehen unter Off-Page-SEO und Linkbuilding.

Mit dem rel-Attribut sagen Sie Suchmaschinen, wie ein ausgehender Link einzuordnen ist.

AttributWofür
rel="nofollow"Allgemeiner Hinweis, dem Link nicht zu folgen und keine Wertung weiterzugeben — etwa bei Zielen, für die Sie nicht einstehen wollen
rel="sponsored"Bezahlte Verweise, Affiliate-Links, Links aus Kooperationen und Anzeigen
rel="ugc"Links aus Kommentaren, Foren und anderen nutzergenerierten Bereichen
rel="noopener"Kein SEO-Attribut, sondern Sicherheit: nötig bei Links mit target="_blank"

Was die Unterschiede im Einzelnen bewirken, steht in den Artikeln zu nofollow-Links und dofollow-Links. Als Faustregel: Redaktionelle Verweise bleiben normal, bezahlte bekommen sponsored, alles aus Kommentaren ugc. Wichtig ist außerdem die Kennzeichnung nach Werberecht — ein rel-Attribut allein ersetzt keinen sichtbaren Hinweis auf Werbung.

Im reinen HTML sieht ein externer Link so aus:

<a href="https://www.example.de/richtlinie">Richtlinie des Verbands</a>

Soll er in einem neuen Tab öffnen, kommen zwei Attribute dazu:

<a href="https://www.example.de/richtlinie" target="_blank" rel="noopener">Richtlinie des Verbands</a>

rel="noopener" verhindert, dass die geöffnete Seite über JavaScript auf Ihre Ausgangsseite zugreifen kann. Moderne Browser setzen das inzwischen selbst, mitzuschreiben kostet nichts.

In WordPress markieren Sie im Block-Editor das Wort, das verlinkt werden soll, drücken Strg+K beziehungsweise Cmd+K, fügen die vollständige Adresse mit https:// ein und bestätigen. Über das kleine Zahnrad im Link-Feld lässt sich „In neuem Tab öffnen“ aktivieren — WordPress ergänzt rel="noopener" dann automatisch. Für nofollow oder sponsored gibt es zwei Wege: über den Editor für HTML-Code des Blocks oder über ein Plugin, das die Attribute als Schalter anbietet. Bei Links im Menü tragen Sie unter Design → Menüs einen Eintrag vom Typ „individueller Link“ ein; das Feld für Linkbeziehungen müssen Sie in den Optionen am oberen Bildschirmrand erst einblenden.

Ob externe Links in einem neuen Tab öffnen sollen, ist eine Abwägung: Für Besucher, die einen Beleg nebenbei prüfen, ist es angenehm; Menschen, die mit Hilfsmitteln arbeiten, verlieren dadurch aber die Orientierung. Entscheiden Sie einmal für die ganze Website statt von Fall zu Fall.

Wie viele externe Links, und wohin?

Eine gültige Zahl gibt es nicht — wohl aber Muster, die sich bewährt haben:

  • Dort verlinken, wo ein Leser eine Quelle erwartet: bei Zahlen, Normen, Gesetzen, fremden Werkzeugen und Zitaten.
  • Nicht in der Nähe des Abschlusses. Auf Angebots- und Kontaktseiten hat ein Ausgang nichts verloren. Dort gehören interne Wege hin — etwa zu einer passenden Landingpage.
  • Eine Quelle statt fünf. Die beste verfügbare Fundstelle reicht; Sammlungen ähnlicher Links verwässern den Text.
  • Auf die Primärquelle, nicht auf einen Artikel, der die Primärquelle zusammenfasst.
  • Wettbewerber brauchen Sie nicht zu verlinken. Fachlich relevante Nachbarbranchen dagegen ohne Bedenken.

Externe Links pflegen

Ausgehende Links altern, ohne dass jemand Bescheid sagt. Drei Dinge passieren regelmäßig:

  • Das Ziel verschwindet. Aus dem Verweis wird ein Broken Link. Ein monatlicher Crawl über alle ausgehenden Links findet solche Fälle.
  • Das Ziel ändert sich inhaltlich. Die Adresse funktioniert, hinter ihr steht aber etwas anderes. Das fällt nur bei Stichproben auf — vor allem bei alten Beiträgen, die noch Besucher bringen.
  • Die Domain wechselt den Besitzer. Aufgegebene Domains werden aufgekauft und mit fremden Inhalten gefüllt. Ein Verweis, der einmal zu einem Fachverband führte, landet dann in einer Linkfarm.

Für Websites, die wir im laufenden Betrieb betreuen, läuft diese Prüfung automatisch mit; bei umfangreichen Textbeständen gehört sie in das regelmäßige SEO-Audit.

Typische Fehler

  • Alle ausgehenden Links auf nofollow — aus einem Missverständnis, das seit Jahren überholt ist.
  • Links im Tausch. „Sie verlinken mich, ich verlinke Sie“ in größerem Umfang ist eine bekannte Konstellation und bringt kaum Nutzen.
  • Bezahlte Verweise ohne Kennzeichnung, etwa in Gastbeiträgen oder Produkttests. Das betrifft nicht nur SEO, sondern auch das Wettbewerbsrecht.
  • Verweise auf Startseiten statt auf die konkrete Unterseite mit der Information — siehe Deep Link.
  • Automatische Verlinkung von Begriffen durch Plugins. Solche Links entstehen ohne Entscheidung und zeigen oft auf unpassende Ziele.

Häufige Fragen zu externen Links

Schaden externe Links meinem Ranking?

Links auf seriöse, thematisch passende Quellen schaden nicht. Riskant sind Verweise in problematische Nachbarschaften und bezahlte Links ohne Kennzeichnung.

Wie viele externe Links pro Seite sind in Ordnung?

Es gibt keine Obergrenze, an die man sich halten müsste. Entscheidend ist das Verhältnis zum Text: Ein Fachbeitrag mit einer Handvoll Belegen ist normal, eine Seite, die überwiegend aus Verweisen besteht, ist ein Verzeichnis.

Soll ich externe Links in einem neuen Tab öffnen?

Beides ist vertretbar. Wenn ja, setzen Sie rel="noopener" und halten Sie es auf der gesamten Website einheitlich.

Was ist der Unterschied zwischen externem Link und Backlink?

Die Richtung. Ein externer Link führt von Ihrer Website weg, ein Backlink führt von einer fremden Website zu Ihnen. Beide sind aus der Sicht der jeweils anderen Website genau umgekehrt benannt.

Wie füge ich in WordPress einen Link auf eine externe Seite ein?

Text markieren, Strg+K drücken, vollständige Adresse mit https:// einfügen, bestätigen. Das Öffnen in einem neuen Tab schalten Sie im Link-Menü über das Zahnrad zu; rel-Attribute setzen Sie im HTML-Code des Blocks oder mit einem Plugin.

Bekomme ich durch ausgehende Links Backlinks zurück?

Nicht automatisch, und Tauschvereinbarungen lohnen sich selten. Häufiger entsteht etwas daraus, wenn Sie den Verweis im Anschluss erwähnen — Fachredaktionen und Verbände bemerken, wer sie zitiert.

Muss ich Affiliate-Links besonders behandeln?

Ja. Sie bekommen rel="sponsored" — und einen für Leser sichtbaren Hinweis, dass es sich um Werbung handelt.

Zusammenfassung

Externe Links führen von Ihrer Website zu einer anderen Domain. Sie belegen Aussagen, ordnen Ihren Text thematisch ein und gehören zu jedem Fachbeitrag, der ernst genommen werden will. Wichtig sind drei Dinge: auf gute Quellen verweisen, bezahlte Verweise mit sponsored kennzeichnen und die Ziele regelmäßig prüfen, weil das Web unter Ihren Links weiterzieht. Ausgehende Verlinkung, Ankertexte und die Prüfung auf tote Links gehören zur SEO-Betreuung, die wir für B2B-Unternehmen übernehmen; welche Seiten davon zuerst profitieren, zeigt der Erst-Check.

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