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Was ist ein externer Link?

Was externe Links für SEO bewirken und was nicht, wann nofollow, sponsored oder ugc nötig ist und was beim Datenschutz gilt: Link, Einbettung, Haftung.

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LinksWie Links Seiten verbinden
Ihre WebsiteBacklinkAusgehender LinkDeep LinkdofollownofollowDomain Rating
Einordnung: externer Link — im Schema „Ausgehender Link“. Schema zur Einordnung, keine Messwerte.
Inhaltsverzeichnis
Passende LeistungSEO-BetreuungLaufende Suchmaschinenoptimierung: Technik, Inhalte und Messung aus einer Hand.

Ein externer Link ist ein Verweis auf Ihrer Website, der zu einer anderen Domain führt, auch ausgehender Link, Outbound Link oder externe Verlinkung genannt. In der SEO zeigen externe Links, auf welche Quellen sich ein Text stützt, und ordnen ihn thematisch ein. Das Gegenstück ist der interne Link; ein Backlink ist dagegen ein Link von einer fremden Website zu Ihnen.

Drei Fragen kommen dazu im Mittelstand immer wieder: Was bringen externe Links wirklich für die Suchmaschinenoptimierung, welches rel-Attribut gehört wann daran, und was ist beim Datenschutz zu beachten. Dieser Artikel beantwortet sie in dieser Reihenfolge und schließt mit der Pflege — dem Teil, der am häufigsten liegen bleibt.

Externer Link: Definition und Abgrenzung

Die drei Begriffe werden ständig durcheinandergebracht, dabei ist die Unterscheidung einfach: Es kommt auf die Richtung an.

LinktypVonNachSie entscheiden darüber
Interner LinkIhre SeiteIhre Seiteja
Externer Link (ausgehend)Ihre Seitefremde Websiteja
Backlink (eingehend)fremde WebsiteIhre Seitenein

Bemerkenswert daran: Externe Links sind der einzige Linktyp, mit dem Sie Autorität nach außen weitergeben — und zugleich der einzige, über den viele Websites nie bewusst entschieden haben. Sie entstehen beiläufig, wenn jemand eine Quelle zitiert, ein Werkzeug empfiehlt oder einen Kartendienst einbindet. Auf welche Quellen Ihre Fachtexte verlinken, achten wir in der SEO-Betreuung zusammen mit der internen Verlinkung.

„Externer Hyperlink“, „externe Verlinkung“ und „ausgehender Link“ meinen dasselbe; die Fachliteratur benutzt sie austauschbar. Einen feinen Unterschied gibt es nur beim Wort extern: Manche Autoren fassen darunter beide Richtungen zusammen, also auch eingehende Verweise. Wie die Begriffe aus Sicht des Verweisenden sortiert sind, steht im Artikel zum ausgehenden Link.

Technisch ist ein externer Link nichts Besonderes: derselbe <a>-Tag wie bei internen Links, nur mit einer vollständigen Adresse auf eine andere Domain. Ob Subdomains als extern gelten, hängt vom Werkzeug ab — die meisten Crawler behandeln blog.ihre-domain.de als eigene Einheit, Suchmaschinen erkennen den Zusammenhang in der Regel.

Die häufigste Sorge im Mittelstand lautet: „Wenn ich woanders hin verlinke, verliere ich Besucher.“ In der Praxis überwiegen die Argumente dagegen.

  • Belege statt Behauptungen. Wer eine Norm, eine Förderrichtlinie oder eine Statistik nennt, verweist auf die Quelle. Das ist der Unterschied zwischen einem Fachtext und Werbung — und genau das, was Leser prüfen, bevor sie anfragen.
  • Thematischer Kontext. Ausgehende Links zeigen Suchmaschinen, in welchem Umfeld sich Ihr Text bewegt. Eine Seite, die auf Normen, Verbände und Fachbegriffe verweist, ist leichter einzuordnen als eine, die für sich allein steht.
  • Erwartung der Leser. Ein Ratgeber ohne einen einzigen Verweis nach außen wirkt geschlossen. Im B2B lesen Einkäufer und Techniker mit — sie folgen Quellen.
  • Grundlage für Beziehungen. Wer regelmäßig sinnvoll verlinkt, wird bemerkt. Aus Verweisen entstehen Erwähnungen, Kooperationen und gelegentlich Backlinks — aber als Folge, nicht als Gegengeschäft.

Die häufigste Frage zur externen Verlinkung lautet, ob sie der eigenen Sichtbarkeit nützt oder schadet. Kurz: Sie wirkt indirekt, über Verständlichkeit und Vertrauen — und sie schadet nur in wenigen, klar benennbaren Fällen.

Ein ausgehender Link gibt einen Teil der Autorität der verlinkenden Seite weiter. Daraus entstand die Idee, man müsse ausgehende Links vermeiden oder sämtlich auf nofollow setzen, um „Linkjuice zu sparen“. Das ist überholt. Google hat das Weitergeben von Signalen nie als Schaden dargestellt, und seit die Attribute als Hinweise und nicht mehr als Anweisungen ausgewertet werden, bringt pauschales Blockieren ohnehin nichts.

Nüchtern betrachtet gibt es drei Ebenen: was ausgehende Links leisten, was sie nicht leisten, und wann sie schaden.

Was externe Links für das Ranking leisten

  • Thematische Einordnung. Verweist ein Text auf eine DIN-Norm, eine Handwerkskammer und ein Herstellerdatenblatt, ist sein Gegenstand auch ohne Keyword-Wiederholung unmissverständlich. Suchmaschinen arbeiten entitätsbasiert; benannte Quellen sind Entitäten mit festem Platz im Wissensnetz der Suchmaschine.
  • Nachprüfbarkeit. Aussagen mit Quelle lassen sich bewerten, Aussagen ohne Quelle nur glauben. Genau darauf zielen die Qualitätskriterien, die unter E-E-A-T zusammengefasst sind.
  • Verweildauer und Wiederkehr. Ein Artikel, der dem Leser die Suche nach dem Formular, der Frist oder dem Datenblatt erspart, wird zum Lesezeichen. Das ist kein Rankingfaktor, aber es ist der Grund, warum solche Seiten über Jahre Anfragen bringen.

Was es nicht gibt: einen bestätigten Rankingfaktor „ausgehende Links“. Google hat nie gesagt, dass eine Seite mit Quellen allein deshalb besser platziert wird. Die Wirkung läuft indirekt — über Verständlichkeit, Vertrauen und die Qualität des Textes, in dem die Links stehen.

Was externe Links nicht leisten

  • Sie ersetzen keine eingehenden Verweise. Reichweite entsteht über Empfehlungen anderer. Die Regeln dafür stehen unter Off-Page-SEO und Linkbuilding.
  • Sie wirken nicht über die Menge. Zwanzig Quellen ranken nicht besser als drei.
  • Sie heilen keinen schwachen Text. Ein dünner Beitrag wird durch fünf Fußnoten nicht zu einem Fachbeitrag.
  • Sie sind kein Tauschmittel. „Ich verlinke Sie, Sie verlinken mich“ ist eine bekannte Konstellation und in größerem Umfang nichts, worauf sich Arbeit aufbauen lässt.

Wann externe Links dem Vertrauen helfen

Es gibt Stellen, an denen ein Leser die Quelle regelrecht erwartet — dort wirkt der Link am stärksten:

  • bei jeder Zahl, Frist oder Rechtsfolge, die eine Entscheidung auslöst;
  • bei Aussagen über fremde Produkte, Normen oder Förderprogramme;
  • bei Zitaten und bei Daten, die nicht von Ihnen erhoben wurden;
  • überall, wo der Leser als nächstes ohnehin suchen würde — Antragsformular, Registerauszug, Datenblatt.

Umgekehrt gilt: Wo nichts belegt werden muss, braucht es keinen Link. Ein Verweis, der nur „auch gut“ ist, verwässert die Stellen, an denen es darauf ankommt.

Wann externe Links schaden

  • Schlechte Nachbarschaft. Verweise in Linkverkäufe, Glücksspielverzeichnisse oder automatisch erzeugte Seiten sind ein Risiko — das Umfeld wird mitbewertet.
  • Bezahlt und ungekennzeichnet. Links gegen Geld oder Gegenleistung ohne sponsored verstoßen gegen die Richtlinien von Google. Das ist der einzige Fall, in dem ein ausgehender Link einer Website ernsthaft gefährlich wird.
  • Masse statt Redaktion. Seiten, die überwiegend aus Verweisen nach außen bestehen, sehen aus wie Verzeichnisse und werden entsprechend behandelt.
  • Der unbeabsichtigte Sitewide-Link. Ein Verweis im Fußbereich oder in der Seitenleiste steht auf jeder Unterseite. Aus einem Link werden hundert, und was als Partnerhinweis gedacht war, sieht nach Linknetzwerk aus. Das ist der häufigste Fall, in dem eine Firmenwebsite ohne Absicht in Massenverlinkung rutscht.
  • Gekaperte Ziele. Aufgegebene Domains bekommen neue Besitzer. Was heute zu einem Fachverband führt, kann in zwei Jahren eine Linkfarm sein — siehe Pflege weiter unten.
  • Automatisch gesetzte Links. Plugins, die Begriffe im Text selbsttätig verlinken, entscheiden nichts — sie treffen oft unpassende Ziele, und niemand merkt es.
  • Ausgänge an der Abschlussstelle. Auf Angebots- und Kontaktseiten kostet ein externer Link keine Rankings, sondern Anfragen.

Welche dieser Fälle auf einer gewachsenen Website zusammenkommen — veraltete Ziele, ein Partnerlink im Fußbereich, bezahlte Verweise ohne Kennzeichnung —, zeigt eine Bestandsaufnahme aller ausgehenden Links. Sie gehört zu unserem SEO-Audit; die laufende Pflege beschreibt der Abschnitt Externe Links pflegen.

Externe Links in KI-Antworten

Antwortmaschinen wie der Google AI Mode fassen mehrere Seiten zusammen und nennen die verwendeten Quellen. Für Ihren Text heißt das: Je klarer eine Aussage auf eine benannte Fundstelle zurückgeht, desto leichter lässt sie sich übernehmen und zuschreiben. Dass ausgehende Links die Auswahl der Quellen beeinflussen, ist allerdings nicht belegt — niemand sollte sie mit dieser Begründung setzen. Was sich beobachten lässt, ist bescheidener und trotzdem nützlich: Texte, die Zahlen und Rechtsstände nachvollziehbar machen, veralten langsamer und müssen seltener überarbeitet werden.

Mit dem rel-Attribut sagen Sie Suchmaschinen, wie ein ausgehender Link einzuordnen ist.

AttributWofür
kein relDer Normalfall, umgangssprachlich „dofollow“: ein redaktioneller Verweis, für den Sie einstehen
rel="nofollow"Allgemeiner Hinweis, dem Link nicht zu folgen und keine Wertung weiterzugeben — etwa bei Zielen, für die Sie nicht einstehen wollen
rel="sponsored"Bezahlte Verweise, Affiliate-Links, Links aus Kooperationen und Anzeigen
rel="ugc"Links aus Kommentaren, Foren und anderen nutzergenerierten Bereichen
rel="noopener"Kein SEO-Attribut, sondern Sicherheit: nötig bei Links mit target="_blank"
rel="noreferrer"Auch kein SEO-Attribut: unterdrückt die Angabe, von welcher Seite der Besucher kommt

Was ist ein Do-Follow-Link — und gibt es rel="dofollow"?

„Dofollow“ beziehungsweise „do follow link“ ist die englische Bezeichnung für den Normalzustand: ein Verweis ohne einschränkendes rel-Attribut. Ein rel="dofollow" gibt es im HTML dagegen nicht — wer es schreibt, erzeugt ein unbekanntes Attribut, das ignoriert wird. Jeder Link ist dofollow, solange ihn niemand mit nofollow, sponsored oder ugc einschränkt; wer Dofollow will, lässt das Attribut weg. Was die Unterschiede im Einzelnen bewirken, steht in den Artikeln zu dofollow-Links und nofollow-Links.

Welches Attribut wann?

  • Quelle, Norm, Behörde, Hersteller, Fachverband, Hochschule → kein Attribut. Diese Verweise sind der Grund, warum der Text ernst genommen wird.
  • Anzeige, Affiliate-Programm, bezahlter Gastbeitrag, Platzierung gegen Rabatt oder Sachleistung → sponsored. Entscheidend ist die Gegenleistung, nicht ihre Höhe.
  • Kommentare, Bewertungen, Forenbeiträge, Profilfelder, alles, was Besucher selbst eintragen → ugc. Bei automatisch gefüllten Bereichen setzen Sie das besser im System als von Hand.
  • Ziele, für die Sie nicht einstehen wollen → nofollow. Typisch: der Beispiel-Link in einem Artikel, der vor einer Masche warnt.
  • Links auf Kundenwebsites und Referenzen → kein Attribut, wenn der Verweis redaktionell ist, und vorher das Einverständnis einholen. Gibt es eine Gegenleistung, gilt der zweite Punkt.

Ein Hinweis zur Abgrenzung: nofollow steuert kein Crawling. Welche Adressen Suchmaschinen aufrufen und welche in den Index kommen, regeln andere Mittel — die robots.txt und die noindex-Angabe. Wer Filter- oder Login-Adressen mit nofollow aus dem Index halten will, hat das falsche Werkzeug in der Hand.

Mehrere Werte kombinieren

Die Werte stehen durch Leerzeichen getrennt in einem Attribut: rel="sponsored noopener" für eine Anzeige, die in einem neuen Tab öffnet, rel="ugc nofollow" für Kommentarlinks, bei denen Sie doppelt sichergehen wollen. Google wertet alle gesetzten Werte aus. noopener und noreferrer mischen sich dabei nicht ein: Sie betreffen Sicherheit und Herkunftsangabe, nicht die Bewertung.

Wichtig ist außerdem die Kennzeichnung nach Werberecht — ein rel-Attribut allein ersetzt keinen sichtbaren Hinweis auf Werbung. Das Attribut spricht mit Suchmaschinen, der Hinweis mit dem Leser.

Externe Links und Datenschutz

Beim Datenschutz werden zwei Dinge verwechselt, die technisch nichts miteinander zu tun haben: der Link und die Einbettung. An diesem Unterschied hängt, ob Sie eine Einwilligung brauchen. Dieser Abschnitt ordnet ein und ersetzt keine Rechtsberatung.

Ein Link überträgt noch keine Daten

Ein <a href> ist zunächst nur eine Adresse im Quelltext. Beim Aufruf Ihrer Seite passiert damit nichts: Es wird keine Verbindung zur fremden Domain aufgebaut, nichts auf dem Endgerät des Besuchers gespeichert, und die verlinkte Website erfährt von dem Besuch nichts. Deshalb braucht ein reiner Textlink keine Einwilligung und gehört nicht in den Einwilligungsdialog. Erst der Klick stellt die Verbindung her — und ab dann ist der Besucher Gast der fremden Seite, die für ihre Verarbeitung selbst verantwortlich ist.

Zwei Fälle sehen aus wie ein reiner Link und sind keiner:

  • Der Link mit fremdem Bild. Ein Partnerlogo, ein Siegel oder ein Vorschaubild, das von der fremden Domain geladen wird, geht beim Seitenaufruf heraus — mitsamt IP-Adresse des Besuchers. Lösung: die Datei lokal ausliefern.
  • Vorausladen im Hintergrund. Manche Themes und Plugins bauen Verbindungen zu verlinkten Domains vorsorglich auf, bevor jemand geklickt hat. Wer wissen will, was seine Seite tatsächlich tut, schaut im Browser in die Netzwerkanalyse, nicht in die Liste der Plugins.

Einbettungen sind keine Links

Was wie ein Verweis nach außen aussieht, ist oft eine Einbettung: ein Video, eine Karte, ein Schriftpaket, ein Bewertungs-Widget, ein Chatfenster, ein Zählpixel. Solche Elemente werden beim Seitenaufruf vom fremden Server geholt. Dabei fließt die IP-Adresse ab, und meist wird etwas auf dem Endgerät gespeichert oder von dort gelesen. Dafür gilt § 25 TDDDG: ohne Einwilligung nur, wenn es für den gewünschten Dienst unbedingt erforderlich ist — unabhängig davon, ob personenbezogene Daten im Spiel sind. Die Einzelheiten stehen unter Cookie, der Rahmen für die Verarbeitung unter DSGVO.

Praktisch heißt das: Einbettungen erst nach der Einwilligung laden. Üblich sind eine Vorschaufläche, die der Besucher anklickt, oder die lokale Auslieferung der Datei — bei Schriftarten ist das der einfachste Weg und spart zugleich eine fremde Verbindung. Wenn aus einer Einbettung ein schlichter Link wird, löst sich das Datenschutzthema von selbst: ein Textlink auf das Video statt des eingebauten Players.

Referrer: was die fremde Seite über den Besucher erfährt

Klickt jemand auf Ihren externen Link, sendet der Browser in der Regel mit, woher der Besucher kommt. Bei den Standardeinstellungen heutiger Browser ist das bei einem Wechsel der Domain nur Ihre Adresse ohne Pfad, nicht die konkrete Unterseite. Heikel wird es, wenn in Ihren Adressen personenbezogene Angaben stehen — eine E-Mail-Adresse, eine Vorgangs- oder Kundennummer in den Parametern. Dann gehört die Herkunftsangabe unterdrückt: rel="noreferrer" am einzelnen Link oder eine Referrer-Policy für die ganze Website. Der bessere Weg ist allerdings, solche Angaben gar nicht erst in Adressen zu schreiben.

Was in die Datenschutzerklärung gehört

Die Datenschutzerklärung beschreibt Ihre eigene Verarbeitung. Für einen reinen Verweis nach außen ist darin nichts zu erklären — für jede Einbettung dagegen schon: Anbieter, Zweck, Rechtsgrundlage und der Hinweis, dass beim Laden Daten an den Anbieter übertragen werden. Verarbeitet ein Dienstleister Daten in Ihrem Auftrag, kommt ein Auftragsverarbeitungsvertrag dazu.

Verbreitet und sinnvoll ist zusätzlich ein kurzer Hinweis auf fremde Inhalte: dass für verlinkte Seiten deren Betreiber verantwortlich sind, dass beim Setzen des Links keine rechtswidrigen Inhalte erkennbar waren und dass Sie Hinweisen nachgehen. Das ist kein Freibrief, aber es dokumentiert, nach welcher Regel Sie arbeiten.

Haftung für Links

Für fremde Inhalte, auf die Sie nur verweisen, haften Sie nach deutschem Recht nicht wie für eigene. Die gesetzliche Grundlage dafür ist 2024 mit der Ablösung des Telemediengesetzes in das Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) und das europäische Recht über digitale Dienste gewandert — der Hintergrund dazu steht unter Impressumspflicht. An der Grundlinie hat sich nichts geändert, und sie hat zwei Kanten:

  • Kenntnis verpflichtet. Sobald Sie erfahren, dass hinter einem Link rechtswidrige Inhalte stehen, müssen Sie ihn entfernen. Von diesem Zeitpunkt an ist der Verweis Ihre Sache.
  • Zu-eigen-Machen. Wer einen fremden Inhalt empfiehlt, in den eigenen Text einbaut oder als eigenen Vorteil darstellt, ist nicht mehr bloß Vermittler. Der Unterschied zwischen „Quelle“ und „Empfehlung“ ist hier nicht nur Stil.

Ein pauschaler „Haftungsausschluss für Links“ im Impressum ändert daran nichts. Er ersetzt weder den Blick auf das Ziel beim Setzen des Links noch das Entfernen nach einem Hinweis. Bei einer Abmahnung oder einem strittigen Ziel ist die Frage ein Fall für einen Anwalt, nicht für eine Textvorlage.

Im reinen HTML sieht ein externer Link so aus:

<a href="https://www.example.de/richtlinie">Richtlinie des Verbands</a>

Soll er in einem neuen Tab öffnen, kommen zwei Attribute dazu:

<a href="https://www.example.de/richtlinie" target="_blank" rel="noopener">Richtlinie des Verbands</a>

rel="noopener" verhindert, dass die geöffnete Seite über JavaScript auf Ihre Ausgangsseite zugreifen kann. Moderne Browser setzen das inzwischen selbst, mitzuschreiben kostet nichts.

In WordPress markieren Sie im Block-Editor das Wort, das verlinkt werden soll, drücken Strg+K beziehungsweise Cmd+K, fügen die vollständige Adresse mit https:// ein und bestätigen. Über das kleine Zahnrad im Link-Feld lässt sich „In neuem Tab öffnen“ aktivieren — WordPress ergänzt rel="noopener" dann automatisch. Für nofollow oder sponsored gibt es zwei Wege: über den Editor für HTML-Code des Blocks oder über ein Plugin, das die Attribute als Schalter anbietet. Bei Links im Menü tragen Sie unter Design → Menüs einen Eintrag vom Typ „individueller Link“ ein; das Feld für Linkbeziehungen müssen Sie in den Optionen am oberen Bildschirmrand erst einblenden.

Beim Ankertext gilt dasselbe wie intern: Er soll sagen, was den Leser erwartet. „Technische Regel für Arbeitsstätten“ ist brauchbar, „hier klicken“ nicht.

Externe Links in einem neuen Tab öffnen?

Technisch ist die Frage mit target="_blank" und rel="noopener" beantwortet. Inhaltlich ist sie eine Abwägung, und sie wird häufiger diskutiert als entschieden:

DafürDagegen
Der Besucher behält Ihre Seite, während er einen Beleg prüftDie Zurück-Taste funktioniert nicht mehr wie erwartet
Bei angefangenen Formularen bleibt die Eingabe erhaltenAuf dem Smartphone sammeln sich Tabs, die niemand schließt
Bei Downloads und PDF-Ansichten üblich und erwartetDer Wechsel des Fensters ist ohne Vorwarnung eine Stolperstelle für Menschen, die mit Screenreader oder Tastatur arbeiten

Auf das Ranking hat die Entscheidung keinen Einfluss. Für die Barrierefreiheit hat sie einen: Ein unangekündigt geöffnetes Fenster ändert den Kontext, und Prüfungen bewerten das als Mangel. Wer sich für den neuen Tab entscheidet, kennzeichnet ihn deshalb — mit einem Symbol neben dem Linktext und einer für Screenreader lesbaren Ergänzung wie „öffnet in neuem Tab“. Welche Websites verbindlich barrierefrei sein müssen, steht unter Barrierefreiheitsstärkungsgesetz.

Die brauchbarste Regel: einmal für die ganze Website entscheiden, nicht von Fall zu Fall. Üblich ist die Kombination aus internen Links im selben Tab und externen Links im neuen — einheitlich umgesetzt, nicht je nach Autor.

Wie viele externe Links pro Seite, und wohin?

Eine gültige Zahl gibt es nicht. Die alte Faustregel von „maximal hundert Links pro Seite“ steht in den Richtlinien von Google längst nicht mehr; sie stammte aus einer Zeit, in der Crawler Dokumente nach wenigen Kilobyte abschnitten.

Hilfreicher als eine Obergrenze ist der Blick auf den Seitentyp:

SeitentypAusgehende Links
Fachartikel, Ratgeber, LexikonbeitragJa — bei jeder Aussage, die ein Leser nachprüfen können soll
Leistungs- und AngebotsseiteNein. Hier führen die Wege nach innen, etwa auf die passende Leistungs- oder Projektseite
StartseiteSelten — höchstens Register, Siegel, Mitgliedschaften
Referenzen und ProjektseitenJa, auf die Website des Kunden, mit dessen Einverständnis
Fußbereich und SeitenleisteMit Bedacht — hier wirkt jeder Verweis websiteweit

Und für die Auswahl der Ziele:

  • Auf die Primärquelle, nicht auf einen Artikel, der die Primärquelle zusammenfasst.
  • Auf die konkrete Unterseite mit der Information, nicht auf die Startseite des Anbieters — siehe Deep Link.
  • Wettbewerber brauchen Sie nicht zu verlinken; auf fachlich relevante Nachbarbranchen verweisen Sie dagegen ohne Bedenken.
  • Stabile Adressen bevorzugen. Gesetzesportale, Register und Normungsinstitute überleben Relaunches; der Blogbeitrag eines Dienstleisters oft nicht.
  • Die Endadresse eintragen, nicht die alte: Zeigt ein Verweis auf eine Weiterleitungskette, zahlt jeder Leser den Umweg mit.

Externe Links pflegen: Broken Links nach außen prüfen

Ausgehende Links altern, ohne dass jemand Bescheid sagt. Drei Dinge passieren regelmäßig:

  • Das Ziel verschwindet. Aus dem Verweis wird ein Broken Link.
  • Das Ziel ändert sich inhaltlich. Die Adresse funktioniert, hinter ihr steht aber etwas anderes. Das fällt nur bei Stichproben auf — vor allem bei alten Beiträgen, die noch Besucher bringen.
  • Die Domain wechselt den Besitzer. Aufgegebene Adressen bekommen einen neuen Besitzer, der sie mit fremden Inhalten füllt. Ein Verweis, der einmal zu einem Fachverband führte, landet dann in einer Linkfarm.

So prüfen Sie Ihre ausgehenden Links

  1. Die eigene Website crawlen — mit einem Werkzeug, das externe Ziele mitprüft. Die harten Fälle sind Statuscode 404 und 410; auch 403 und Zeitüberschreitungen gehören auf die Liste, weil sie für den Leser gleich aussehen.
  2. Weiterleitungen mitlesen. Landet ein Link über eine 301-Weiterleitung auf der Startseite des Anbieters, ist die Zielseite inhaltlich meist weg — formal antwortet sie aber mit 200 und fällt in keiner Fehlerliste auf.
  3. Stichproben von Hand. Parkseiten, Zugangshürden und plötzlich englische Fassungen antworten ebenfalls mit 200. Dafür hilft nur Hinsehen, und zwar auf den Seiten, die Besucher haben.
  4. Dauerprüfer im CMS zurückhaltend einsetzen. Plugins, die im Hintergrund ständig fremde Adressen abfragen, kosten Rechenzeit auf dem eigenen Server und werden von manchen Zielen als Belästigung behandelt. Eine periodische Prüfung von außen ist sauberer.
  5. Rhythmus festlegen. Die wichtigsten Seiten monatlich, der gesamte Textbestand einmal im Quartal, ein Beitrag mit Rechtsstand nach jeder Gesetzesänderung.

Was dann zu tun ist, hängt vom Fall ab: gleichwertige Quelle einsetzen, auf eine Archivfassung zeigen oder den Link entfernen und die Aussage im Text so umschreiben, dass sie ohne Beleg trägt. Ein einzelner toter Verweis bringt keine Seite aus den Rankings — der Schaden ist der Leser, der die Quelle prüfen wollte und nichts gefunden hat.

Für Websites, die wir im laufenden Betrieb betreuen, läuft diese Prüfung automatisch mit. Bei umfangreichen Textbeständen gehört sie in das regelmäßige SEO-Audit, zusammen mit Ankertexten und interner Verlinkung.

Häufige Fragen zu externen Links

Sind externe Links gut für SEO, oder schaden sie meinem Ranking?

Gut, wenn sie auf passende, verlässliche Quellen zeigen: Sie helfen Lesern wie Suchmaschinen, Ihren Text einzuordnen. Schaden können sie dem Ranking in genau zwei Fällen — bei Verweisen in zweifelhafte Nachbarschaften und bei bezahlten Links ohne sponsored. Beides ist eine Entscheidung, kein Zufall.

Was sind externe Links in SEO?

In der SEO sind externe Links alle Verweise, die von Ihrer Seite auf eine fremde Domain führen. Sie werden von Suchmaschinen als Hinweis auf Themenumfeld und Quellen gelesen. Gesteuert wird ihre Wirkung über die rel-Attribute nofollow, sponsored und ugc.

Was bedeutet externe Verlinkung?

Externe Verlinkung ist der Oberbegriff für die Arbeit mit Verweisen über die eigene Domain hinaus: welche fremden Seiten Sie verlinken, mit welchem Ankertext und mit welcher Kennzeichnung. Externe Hyperlinks, ausgehende Links und Outbound Links meinen dieselbe Sache.

Sollten externe Links nofollow sein?

Nicht pauschal. Redaktionelle Verweise auf gute Quellen bleiben ohne Attribut. sponsored ist Pflicht für bezahlte Links und Affiliate-Links, ugc passt für Links in Kommentaren und Foren, nofollow für Ziele, für die Sie nicht einstehen möchten.

Wie viele externe Links pro Seite sind in Ordnung?

Es gibt keine Obergrenze, an die man sich halten müsste; entscheidend ist der Seitentyp. Welcher Typ wie viele Verweise verträgt, steht oben im Abschnitt zur Anzahl und zu den Zielen.

Brauche ich für externe Links eine Einwilligung?

Für einen reinen Textlink nicht: Beim Laden Ihrer Seite wird keine Verbindung zur fremden Domain aufgebaut und nichts auf dem Endgerät gespeichert. Einwilligungspflichtig sind Einbettungen — Videos, Karten, Schriftpakete, Widgets —, weil sie beim Seitenaufruf vom fremden Server geholt werden.

Müssen externe Links in der Datenschutzerklärung stehen?

Ein reiner Verweis nach außen gehört dort nicht hinein, weil er keine Verarbeitung durch Sie auslöst. Einbettungen müssen Sie dagegen benennen: Anbieter, Zweck und Rechtsgrundlage. Ein kurzer Hinweis auf fremde Inhalte ist zusätzlich üblich.

Hafte ich für die Inhalte, auf die ich verlinke?

Nicht wie für eigene Inhalte, und eine dauerhafte Überwachungspflicht für jede verlinkte Seite gibt es nicht. Erfahren Sie aber von rechtswidrigen Inhalten, müssen Sie den Link entfernen; und wer einen fremden Inhalt sichtbar zu eigen macht, kann sich nicht auf die Rolle des Vermittlers berufen. Im Streitfall ist das eine Frage für einen Anwalt.

Soll ich externe Links in einem neuen Tab öffnen?

Beides ist vertretbar und für das Ranking gleichgültig. Wenn ja, setzen Sie rel="noopener", kennzeichnen Sie den neuen Tab für Screenreader und halten Sie die Entscheidung auf der gesamten Website einheitlich.

Was ist der Unterschied zwischen externem Link und Backlink?

Die Richtung. Ein externer Link führt von Ihrer Website weg, ein Backlink führt von einer fremden Website zu Ihnen. Beide sind aus der Sicht der jeweils anderen Website genau umgekehrt benannt.

Wie füge ich in WordPress einen Link auf eine externe Seite ein?

Text markieren, Strg+K drücken, vollständige Adresse mit https:// einfügen, bestätigen. Das Öffnen in einem neuen Tab schalten Sie im Link-Menü über das Zahnrad zu; rel-Attribute setzen Sie im HTML-Code des Blocks oder mit einem Plugin.

Bekomme ich durch ausgehende Links Backlinks zurück?

Nicht automatisch, und Tauschvereinbarungen lohnen sich selten. Häufiger entsteht etwas daraus, wenn Sie den Verweis im Anschluss erwähnen — Fachredaktionen und Verbände bemerken, wer sie zitiert.

Muss ich Affiliate-Links besonders behandeln?

Ja. Sie bekommen rel="sponsored" — und einen für Leser sichtbaren Hinweis, dass es sich um Werbung handelt.

Zusammenfassung

Externe Links führen von Ihrer Website zu einer anderen Domain. Sie belegen Aussagen, ordnen Ihren Text thematisch ein und gehören zu jedem Fachbeitrag, der ernst genommen werden will. Für die SEO wirken sie indirekt: Einen Rankingfaktor „ausgehende Links“ gibt es nicht, wohl aber den Unterschied zwischen einem nachprüfbaren und einem behauptenden Text. Gefährlich wird nur eines — der bezahlte Verweis ohne Kennzeichnung.

Vier Entscheidungen reichen in der Praxis: auf gute Primärquellen verweisen, bezahlte Verweise mit sponsored kennzeichnen, Einbettungen vom reinen Link unterscheiden und erst nach der Einwilligung laden, und die Ziele regelmäßig prüfen, weil das Web unter Ihren Links weiterzieht. Ausgehende Verlinkung, Ankertexte und die Prüfung auf tote Links gehören zur SEO-Betreuung, die wir für B2B-Unternehmen übernehmen; welche Seiten davon zuerst profitieren, zeigt der Erst-Check.

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