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Was ist Google Analytics?

Google Analytics 4 einfach erklärt: wie GA4 Besucher misst, welche Berichte zählen, was die DSGVO verlangt und welche Alternativen es gibt.

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KennzahlenWo die Kennzahl im Trichter misst
  1. Impressionen
  2. Klicks
  3. Besuche
  4. Interaktion
  5. Conversion
Einordnung: Google Analytics betrifft das ganze Zusammenspiel. Schema zur Einordnung, keine Messwerte.
Inhaltsverzeichnis
Passende LeistungSEO-BetreuungLaufende Suchmaschinenoptimierung: Technik, Inhalte und Messung aus einer Hand.

Google Analytics ist ein Web-Analyse-Werkzeug von Google, das erfasst, wie Besucher auf eine Website kommen und was sie dort tun: welche Seiten sie aufrufen, woher sie stammen und ob sie eine Anfrage senden oder kaufen. Die aktuelle Version heißt Google Analytics 4, kurz GA4, und ist in der Grundversion kostenlos.

Für viele Unternehmen ist Google Analytics die erste Quelle für Zahlen zur eigenen Website. Dieser Artikel erklärt, wie GA4 funktioniert, welche Berichte für den Mittelstand wichtig sind und was Sie beim Datenschutz beachten müssen.

Was Google Analytics misst

Auf jeder Seite der Website wird ein kleines Skript eingebunden. Es meldet bei jedem Aufruf und jeder erfassten Handlung Daten an Google: welche Seite, welches Gerät, welche Herkunft, welche Aktion. Google Analytics fasst diese Meldungen zu Berichten zusammen.

Daraus lassen sich Fragen beantworten wie:

  • Wie viele Menschen besuchen die Website, und wie entwickelt sich das über die Monate?
  • Kommen sie aus der Suche, über Anzeigen, aus Newslettern oder von anderen Websites?
  • Welche Seiten werden gelesen, welche verlassen?
  • Wie viele Besucher senden eine Anfrage – und über welchen Kanal kamen sie?

Was Google Analytics nicht zeigt: Suchanfragen und Positionen in der Google-Suche. Diese Daten liefert die Google Search Console. Beide lassen sich verknüpfen.

GA4: Ereignisse statt Seitenaufrufe

GA4 zählt jede Handlung als Ereignis (Event): einen Seitenaufruf, einen Klick auf die Telefonnummer, das Absenden eines Formulars, einen Download. Einige Ereignisse erfasst GA4 automatisch, andere richten Sie selbst ein. Ereignisse, die für Ihr Geschäft zählen, markieren Sie als Schlüsselereignis (früher „Conversion“).

Weitere Merkmale von GA4:

  • Interaktionsrate statt reiner Absprungrate: Eine Sitzung gilt als interaktiv, wenn sie länger als zehn Sekunden dauert, mehrere Seiten umfasst oder ein Schlüsselereignis enthält. Die Absprungrate ist in GA4 das Gegenstück dazu.
  • Website und App gemeinsam: Wer beides betreibt, kann die Daten in einer Property zusammenführen.
  • Modellierte Daten: Fehlen Daten, weil Besucher nicht eingewilligt haben, kann GA4 Lücken unter bestimmten Voraussetzungen hochrechnen. Diese Werte sind Schätzungen.
  • Begrenzte Aufbewahrung: Detaildaten für eigene Auswertungen werden standardmäßig nur zwei Monate gespeichert; in der kostenlosen Version lässt sich das auf 14 Monate erhöhen. Das sollten Sie direkt nach der Einrichtung umstellen.

Das Ende von Universal Analytics

Die Vorgängerversion Universal Analytics hat im Juli 2023 aufgehört, neue Daten zu verarbeiten; die kostenpflichtige Variante folgte im Juli 2024. Seitdem sind auch die alten Berichte nicht mehr abrufbar. Wer die Historie nicht exportiert hat, kann Vergleiche mit früheren Jahren nur noch aus eigenen Aufzeichnungen ziehen. Zahlen aus Universal Analytics und GA4 sind wegen der unterschiedlichen Zählweise ohnehin nur eingeschränkt vergleichbar.

Die wichtigsten Berichte

BerichtBeantwortet die Frage
AkquisitionÜber welche Kanäle kommen Besucher – organische Suche, Anzeigen, E-Mail, Verweise, direkt?
Seiten und BildschirmeWelche Seiten werden am häufigsten aufgerufen und wie lange genutzt?
ZielseitenAuf welchen Seiten beginnen Besuche? Wichtig für die Bewertung von organischem Traffic.
SchlüsselereignisseWie viele Anfragen, Anrufe oder Käufe gab es, und über welchen Kanal?
EchtzeitFunktioniert das Tracking? Nützlich zum Testen nach Änderungen.

Datenschutz: Einwilligung und Datentransfer

Google Analytics speichert Informationen im Browser der Besucher und überträgt Daten an Google. Für den Einsatz in Deutschland bedeutet das:

  • Einwilligung vor dem Laden: Nach § 25 TDDDG (bis 2024 TTDSG) und der DSGVO darf das Skript erst nach aktiver Zustimmung im Einwilligungsbanner Daten erheben. Wer ablehnt, wird nicht gemessen.
  • Consent Mode: Seit März 2024 verlangt Google im Europäischen Wirtschaftsraum den Consent Mode v2, wenn Sie Daten für Werbefunktionen nutzen wollen. Er übermittelt Google den Einwilligungsstatus.
  • Datentransfer in die USA: Google ist unter dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert. Das erleichtert die Übermittlung, ersetzt aber weder Einwilligung noch Auftragsverarbeitungsvertrag und Hinweise in der Datenschutzerklärung.

Die Folge in der Praxis: Ein Teil der Besucher lehnt ab und taucht in den Zahlen nicht auf. Wer vollständigere und datensparsamere Messung möchte, setzt häufig auf selbst betriebene Werkzeuge wie Matomo auf Servern in der EU, die sich so konfigurieren lassen, dass keine Cookies nötig sind. Auch unsere eigene Website misst auf diese Weise.

Beispiele aus dem Mittelstand

  • Handwerksbetrieb: Klicks auf die Telefonnummer und abgeschickte Kontaktformulare werden als Schlüsselereignisse erfasst. So sieht der Inhaber, dass die meisten Anfragen über die mobile Suche kommen – und investiert in die mobile Darstellung.
  • Hersteller mit Fachhandelsnetz: Die Händlersuche ist das wichtigste Ziel der Website. GA4 zeigt, aus welchen Regionen gesucht wird und wo Händler fehlen.
  • Online-Shop eines Großhändlers: Die Verknüpfung mit dem Werbekonto zeigt, welche Kampagnen Bestellungen bringen und welche nur Besuche.

Typische Fehler

  • Keine Ziele definiert: Ohne Schlüsselereignisse zeigt GA4 nur Besuchszahlen. Ob die Website Kunden bringt, bleibt offen.
  • Messung vor der Einwilligung: Ein falsch eingebundenes Skript misst schon beim Laden der Seite. Das ist ein Datenschutzverstoß und ein häufiger Abmahngrund.
  • Eigene Besuche mitgezählt: Mitarbeiter, die die Website täglich öffnen, verfälschen die Zahlen bei kleineren Websites spürbar. Interne Zugriffe lassen sich herausfiltern.
  • Kurze Datenaufbewahrung übersehen: Mit der Voreinstellung von zwei Monaten sind Jahresvergleiche in eigenen Auswertungen nicht möglich.

In der Praxis: Zahlen, auf die Sie Entscheidungen stützen

Zu Beginn unserer SEO-Arbeit legen wir mit Ihnen fest, welche Handlungen auf der Website als Erfolg zählen – Anfrage, Anruf, Termin –, und richten die Messung so ein, dass sie datenschutzkonform funktioniert, mit GA4 oder einer selbst betriebenen Alternative. Die Kennzahlen fließen auf Wunsch in ein gemeinsames KPI-Dashboard, sodass Sie Entwicklung und Wirkung einzelner Maßnahmen an einer Stelle sehen.

Häufige Fragen

Ist Google Analytics kostenlos?

Die Standardversion ist kostenlos. Für große Unternehmen gibt es die kostenpflichtige Variante Google Analytics 360 mit höheren Grenzen, längerer Datenaufbewahrung und Service-Vereinbarungen.

Darf ich Google Analytics in Deutschland nutzen?

Ja, wenn Besucher vorher einwilligen, ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit Google besteht und die Datenschutzerklärung den Einsatz beschreibt. Lassen Sie die konkrete Einbindung im Zweifel von Ihrem Datenschutzbeauftragten prüfen.

Warum weichen die Zahlen von GA4 und Search Console voneinander ab?

Die Search Console zählt Klicks in der Google-Suche, GA4 zählt Sitzungen auf der Website – und nur von Besuchern, die eingewilligt haben. Beide Zahlen sind richtig, messen aber Unterschiedliches.

Kann ich meine alten Universal-Analytics-Daten noch abrufen?

Nein. Google hat die Oberfläche und die Daten im Jahr 2024 gelöscht. Nur Daten, die vorher exportiert wurden, sind noch vorhanden.

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