Neu: PultOS — Ihr Unternehmen auf einem Bildschirm • 74 fertige Integrationen • Server in Deutschland und der EU

Was ist Keyword-Schwierigkeit?

Keyword-Schwierigkeit einfach erklärt: wie Tools den KD-Wert berechnen, warum er nur eine Schätzung ist und wie Sie realistische Suchbegriffe wählen.

· Aktualisiert:

Keywords & InhalteVon der Suchanfrage zum passenden Inhalt
  1. Suchanfrage
  2. Suchintention
  3. KeywordKeyword-Schwierigkeit
  4. Inhalt
  5. Ranking
Einordnung: Keyword-Schwierigkeit gehört zum Schritt „Keyword“. Schema zur Einordnung, keine Messwerte.
Inhaltsverzeichnis

Die Keyword-Schwierigkeit (englisch: Keyword Difficulty, kurz KD) ist eine Kennzahl aus SEO-Tools, die schätzt, wie schwer es ist, mit einer Seite für einen bestimmten Suchbegriff unter die ersten Ergebnisse zu kommen. Meist reicht die Skala von 0 bis 100. Der Wert stammt vom jeweiligen Tool-Anbieter, nicht von Google, und ist deshalb immer nur eine Näherung.

Die Kennzahl hilft bei der Frage, wo sich Aufwand lohnt. Dieser Artikel erklärt, wie der Wert entsteht, wie Sie ihn lesen und warum der Blick auf die echten Suchergebnisse wichtiger ist als jede Zahl.

Was Keyword-Schwierigkeit bedeutet

Für jeden Suchbegriff konkurrieren Seiten um wenige sichtbare Plätze. Bei manchen Keywords stehen dort große Portale, Hersteller und Nachrichtenseiten mit vielen Empfehlungen von außen. Bei anderen finden sich kleine Unternehmensseiten und Forenbeiträge. Die Keyword-Schwierigkeit versucht, diesen Unterschied in einer Zahl auszudrücken.

Sie beantwortet nicht, ob ein Begriff für Ihr Geschäft wichtig ist. Ein Keyword mit hoher Schwierigkeit kann wertlos sein, eines mit niedriger Schwierigkeit kann regelmäßig Aufträge bringen. Deshalb gehören zur Bewertung immer drei Fragen: Wie schwer ist es? Wie oft wird gesucht? Passt die Suchintention zu Ihrem Angebot?

Wie der KD-Wert berechnet wird

Jedes Tool rechnet anders, und die Formeln sind nicht vollständig offen. Typische Bestandteile sind:

  • Linkprofil der Top-Ergebnisse: Wie viele verschiedene Websites verlinken auf die Seiten, die aktuell vorn stehen? Bei Ahrefs ist das der Hauptfaktor.
  • Stärke der rankenden Domains: Tool-eigene Kennzahlen wie das Domain Rating fließen in die Bewertung ein.
  • Merkmale der Ergebnisseite: Manche Anbieter berücksichtigen, ob Anzeigen, KI-Übersichten oder Kartenblöcke den Platz für organische Ergebnisse verkleinern.
  • Inhaltliche Passung: Einige Tools schätzen zusätzlich, wie gut die vorhandenen Seiten die Anfrage abdecken.

Daraus folgt: Derselbe Begriff kann bei Ahrefs, Semrush und Sistrix unterschiedliche Werte haben. Vergleichen Sie Werte deshalb nur innerhalb eines Tools.

KD-Werte einordnen

Als grobe Orientierung für Ahrefs-ähnliche Skalen:

KD-WertEinschätzungWas das meist bedeutet
0–20leichtMit einer guten, passenden Seite erreichbar, auch für junge Websites
21–40mittelGute Inhalte plus einige Empfehlungen von außen nötig
41–60schwerEtablierte Domain und mehrere starke Links erforderlich
61–100sehr schwerGroße Marken und Portale dominieren, langfristige Arbeit nötig

Diese Grenzen sind Faustregeln. Eine Domain, die in ihrem Fachgebiet bereits stark ist, erreicht auch höhere Werte. Eine neue Website kann selbst bei niedrigen Werten Zeit brauchen.

Die Suchergebnisse selbst prüfen

Die beste Ergänzung zur Kennzahl ist ein Blick auf die Ergebnisseite. Suchen Sie den Begriff in einem privaten Browserfenster und fragen Sie:

  • Welche Art von Seiten steht vorn: Ratgeber, Shops, Verzeichnisse, Herstellerseiten?
  • Stehen dort Unternehmen Ihrer Größe oder nur große Portale?
  • Beantworten die Seiten die Frage gut oder oberflächlich?
  • Gibt es eine KI-Übersicht, Anzeigen oder eine Karte, die den Platz verkleinern?

Finden Sie oben dünne Inhalte oder unpassende Seitentypen, ist der Begriff oft leichter erreichbar, als der KD-Wert vermuten lässt.

Beispiele aus dem Mittelstand

  • Hersteller von Förderbändern: „Förderband“ hat einen hohen Wert, vorn stehen Shops und Lexika. „Förderband für Lebensmittelindustrie Edelstahl“ ist deutlich leichter und passt genau zum Angebot.
  • IT-Dienstleister: „IT-Service“ ist umkämpft. „IT-Betreuung für Arztpraxen“ in Verbindung mit der Region hat einen niedrigen Wert und eine klare Kaufabsicht.
  • Garten- und Landschaftsbauer: Die Ratgeberfrage „Wann Rollrasen verlegen“ ist leicht, bringt aber vor allem Heimwerker. Für Anfragen lohnt eher „Rollrasen verlegen lassen“ mit Ortsbezug.

Häufige Fehler

  • Nur nach dem niedrigsten Wert auswählen: Leichte Begriffe ohne Bezug zum Angebot bringen Besucher, aber keine Kunden.
  • Hohe Werte pauschal meiden: Zentrale Begriffe Ihrer Branche können langfristig lohnen, wenn Sie Schritt für Schritt Themenkompetenz aufbauen.
  • Werte verschiedener Tools vergleichen: Die Skalen sind nicht kompatibel.
  • Lokalen Bezug übersehen: Viele Tools messen landesweit. In Ihrer Stadt kann die Konkurrenz ganz anders aussehen.

In der Praxis: realistische Keywords für Ihre Domain

Welche Suchbegriffe für Ihre Website erreichbar sind, zeigt erst der Abgleich von Schwierigkeit, echter Ergebnisseite und eigener Ausgangslage. Diese Recherche steht am Anfang unserer SEO-Projekte: Wir sortieren Begriffe nach Geschäftswert und Aufwand und beginnen mit denen, die schnell zu Anfragen führen können. Für Betriebe mit festem Einzugsgebiet ergänzen wir die Recherche um Ortsbegriffe, wie in unserer Leistung Local SEO beschrieben.

Häufige Fragen

Was ist ein guter KD-Wert?

Das hängt von Ihrer Website ab. Für junge oder kleine Websites sind Werte bis etwa 20 realistisch, für etablierte Fachseiten auch deutlich höhere. Wichtiger als der Wert ist, ob der Begriff zu Ihrem Angebot passt.

Kennt Google die Keyword-Schwierigkeit?

Nein. Google veröffentlicht keine solche Kennzahl. Der Wert ist eine Schätzung der Tool-Anbieter auf Basis ihrer eigenen Daten.

Wie finde ich leichte Keywords?

Längere, genauere Suchanfragen sind fast immer leichter als kurze Begriffe. Fragen Ihrer Kunden, Produktvarianten und Einsatzbereiche liefern gute Ansatzpunkte. Die Suchanfragen in der Google Search Console zeigen zusätzlich, wofür Sie bereits knapp sichtbar sind.

Ändert sich die Keyword-Schwierigkeit mit der Zeit?

Ja. Tools berechnen den Wert neu, sobald sich die Ergebnisseite verändert, etwa weil neue Wettbewerber auftauchen, bestehende Seiten Links gewinnen oder Google die Darstellung umbaut. Prüfen Sie Ihre wichtigsten Begriffe deshalb etwa einmal im Quartal neu, statt sich auf eine alte Recherche zu verlassen.

Passende LeistungSEO-BetreuungKeyword-Strategie und Rankings aufbauen.

Brauchen Sie Unterstützung?

Im kostenfreien Erstgespräch klären wir, was davon sich in Ihrem Unternehmen lohnt und womit Sie anfangen sollten.

Erstgespräch vereinbaren

Lieber direkt sprechen? +49 89 24 8853 444 · WhatsApp

Schreiben Sie uns per WhatsApp