Was ist eine Landingpage?
Eine Landingpage ist eine Zielseite für genau ein Ziel, etwa eine Anfrage nach einem Anzeigenklick. Aufbau, Arten, Beispiele und typische Fehler.
Oleksandr Grygoriev · Aktualisiert:
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Inhaltsverzeichnis
Eine Landingpage ist eine Webseite, die für genau ein Ziel gebaut ist: Besucher, die über eine Anzeige, eine E-Mail oder ein Suchergebnis kommen, sollen eine bestimmte Handlung ausführen – etwa eine Anfrage senden, einen Termin buchen oder ein Datenblatt anfordern. Alles auf der Seite dient diesem einen Schritt.
Der Name kommt vom englischen „to land“: Hier landet der Besucher nach dem Klick. Dieser Artikel erklärt, woran Sie eine gute Landingpage erkennen, wie sie aufgebaut ist und welche Fehler Anfragen kosten. Für B2B-Anzeigen in Google und LinkedIn bauen wir die passende Landingpage gleich mit – wie das zusammenspielt, zeigt unser Kampagnenmanagement.
Was eine Landingpage ausmacht
Eine Landingpage unterscheidet sich von anderen Seiten Ihrer Website durch drei Merkmale:
- Ein Anlass: Sie gehört zu einer konkreten Kampagne, einem Angebot oder einer Suchanfrage – nicht zum gesamten Unternehmen.
- Ein Ziel: Es gibt eine Hauptaktion, meist ein Formular oder einen Anruf. Weitere Wege von der Seite weg sind reduziert.
- Eine Botschaft: Überschrift und Text greifen auf, was der Besucher vor dem Klick gesehen hat. Wer auf eine Anzeige für „Hallenboden sanieren“ klickt, erwartet genau das, nicht die Firmengeschichte.
Gemessen wird der Erfolg einer Landingpage an ihrer Conversion-Rate: dem Anteil der Besucher, die die gewünschte Aktion ausführen.
Arten von Landingpages
| Art | Ziel | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Anfrage-Seite | Kontaktdaten und Anliegen erfassen | Dienstleister, Handwerk, Industrie mit Angebotsgeschäft |
| Download-Seite | Whitepaper, Checkliste oder Katalog gegen E-Mail-Adresse | Erklärungsbedürftige Produkte, längere Entscheidungswege |
| Termin-Seite | Beratungsgespräch oder Vorführung buchen | Software, Beratung, Fachhandel |
| Veranstaltungsseite | Anmeldung zu Webinar, Messe oder Hausmesse | Vertrieb mit festen Terminen |
| Bewerberseite | Bewerbung für eine bestimmte Stelle | Personalgewinnung, etwa für Azubis oder Monteure |
Aufbau einer wirksamen Landingpage
- Überschrift mit Nutzen. Sie beantwortet in wenigen Worten: Was bekomme ich hier? Region, Leistung und Zielgruppe gehören hinein, Werbefloskeln nicht.
- Kurze Einordnung. Zwei, drei Sätze, für wen das Angebot gedacht ist und was es von anderen unterscheidet.
- Belege. Referenzen, Kundenstimmen mit Namen, Zertifikate, Fotos echter Projekte. Allgemeine Versprechen wirken schwächer als ein konkretes Beispiel.
- Ablauf. Was passiert nach der Anfrage? Wer meldet sich, wie schnell, was kostet das Erstgespräch? Unsicherheit ist ein häufiger Grund, nicht anzufragen.
- Handlungsaufforderung. Ein klarer Button mit konkretem Text („Angebot anfordern“ statt „Absenden“), gut sichtbar und am Ende wiederholt.
- Kurzes Formular. Nur die Felder, die Sie für die erste Antwort wirklich brauchen. Jedes zusätzliche Pflichtfeld kostet Anfragen.
- Antworten auf Einwände. Ein kleiner Frageblock zu Preis, Dauer oder Einzugsgebiet nimmt Hürden, bevor sie zum Abbruch führen.
Technisch zählt Geschwindigkeit: Besucher aus Anzeigen kommen häufig vom Smartphone und warten nicht. Hinweise dazu gibt der Artikel über Core Web Vitals.
Landingpage, Homepage oder Leistungsseite?
Die Homepage richtet sich an alle Besucher und verzweigt in viele Bereiche. Eine Leistungsseite beschreibt ein Angebot dauerhaft und ist in die Navigation eingebunden. Eine Landingpage ist enger zugeschnitten: auf eine Kampagne, eine Zielgruppe oder eine bestimmte Suchanfrage.
In der Praxis verschwimmen die Grenzen. Eine gut gebaute Leistungsseite, die in der organischen Suche gefunden wird, übernimmt oft die Aufgabe einer Landingpage. Für bezahlte Kampagnen lohnt sich dagegen meist eine eigene Seite, deren Text genau zur Anzeige passt und die sich getrennt messen lässt. Soll eine Landingpage nur für eine Kampagne existieren und nicht in der Suche erscheinen, wird sie mit noindex ausgeschlossen.
Beispiele aus dem Mittelstand
- Sanitärbetrieb: Für die Heizungsmodernisierung läuft eine Anzeigenkampagne. Die zugehörige Landingpage erklärt Ablauf und Fördermöglichkeiten, zeigt drei umgesetzte Projekte aus der Region und fragt nur Postleitzahl, Name, Telefon und das Vorhaben ab.
- Maschinenhändler: Zur Hausmesse gibt es eine Seite mit Programm, Anfahrt und Anmeldeformular. Nach der Veranstaltung wird sie abgeschaltet und leitet auf die Produktseite weiter.
- Logistikunternehmen: Eine Bewerberseite für Berufskraftfahrer nennt Touren, Arbeitszeiten und Ansprechpartner und ermöglicht die Bewerbung ohne Anschreiben in wenigen Schritten.
Typische Fehler
- Anzeige und Seite passen nicht zusammen: Die Anzeige verspricht eine Leistung, die Seite zeigt das allgemeine Angebot. Besucher springen ab.
- Zu viele Ziele: Newsletter, Social-Media-Links, drei verschiedene Formulare – der Besucher weiß nicht, was er tun soll.
- Formular als Fragebogen: Lange Pflichtfelder für Budget, Zeitrahmen und Details schrecken ab. Details lassen sich im Gespräch klären.
- Keine Messung: Ohne Zielerfassung im Analyse-Tool bleibt unklar, welche Kampagne Anfragen bringt und welche nur Klicks.
- Vergessene Seiten: Alte Kampagnenseiten mit abgelaufenen Angeboten bleiben online und im Index. Das verwirrt Kunden und erzeugt doppelte Inhalte.
In der Praxis: Zielseiten, die Anfragen bringen
Bei bezahlter Werbung messen wir bis zur Anfrage, nicht in Klicks, und passen Text und Formular der Zielseite anhand der Ergebnisse an. Wer als Betrieb vor allem Aufträge aus der eigenen Region gewinnen will, bekommt mit der lokalen Neukundengewinnung Seiten und Anfragewege, die auf das eigene Einzugsgebiet zugeschnitten sind.
Häufige Fragen
Braucht jede Kampagne eine eigene Landingpage?
Nicht jede, aber jede Kampagne mit eigenem Angebot oder eigener Zielgruppe. Wenn eine bestehende Leistungsseite genau zum Anzeigentext passt, kann sie als Zielseite dienen.
Wie lang sollte eine Landingpage sein?
So lang, wie der Besucher Informationen für seine Entscheidung braucht. Für eine Terminanfrage reicht eine kurze Seite, für eine erklärungsbedürftige Investition darf sie länger sein – solange die Handlungsaufforderung immer erreichbar bleibt.
Sollte eine Landingpage in der Suche erscheinen?
Seiten, die dauerhaft eine Suchanfrage bedienen, sollten indexiert werden. Kurzlebige Kampagnenseiten oder Varianten für Tests schließen Sie besser mit noindex aus, damit sie nicht mit Ihren Leistungsseiten konkurrieren.
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