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Was sind Meta-Tags?

Meta-Tags einfach erklärt: welche Angaben im Seitenkopf Google heute nutzt, welche überflüssig sind und wie Sie Title und Description schreiben.

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Meta-Tags sind Angaben im Kopfbereich einer Webseite, die Besucher auf der Seite selbst nicht sehen. Sie teilen Suchmaschinen, Browsern und sozialen Netzwerken mit, wie die Seite heißt, worum es geht, ob sie in den Suchindex darf und wie sie beim Teilen dargestellt wird. Einige beeinflussen direkt, wie Ihr Suchergebnis aussieht.

Streng genommen ist der Seitentitel kein Meta-Tag, sondern ein eigenes Element. Im Sprachgebrauch wird er aber dazugezählt, weil er an derselben Stelle steht und dieselbe Aufgabe hat. Dieser Artikel zeigt, welche Angaben heute wirklich zählen.

Was Meta-Tags sind

Jede HTML-Seite besteht aus einem Kopf (<head>) und einem Körper (<body>). Der Körper enthält, was Besucher sehen: Text, Bilder, Formulare. Der Kopf enthält Informationen über die Seite. Ein Meta-Tag sieht zum Beispiel so aus:

<meta name="description" content="Industrieböden für Hallen in Franken – Beratung, Verlegung, Sanierung.">

Moderne Redaktionssysteme und Shop-Software erzeugen die meisten dieser Angaben automatisch. Die inhaltlich wichtigen – Titel und Beschreibung – sollten Sie aber für jede Seite selbst festlegen.

Title und Meta-Description

Diese beiden Angaben bilden zusammen mit der Adresse das Snippet, also Ihren Eintrag in den Suchergebnissen.

  • Title: die blaue, klickbare Überschrift im Suchergebnis und der Name im Browser-Tab. Er ist ein wichtiges Signal dafür, worum es auf der Seite geht. Google kürzt nach Pixelbreite; als Faustregel bleiben etwa 50 bis 60 Zeichen vollständig sichtbar. Das wichtigste Thema gehört an den Anfang, der Firmenname eher ans Ende.
  • Meta-Description: der kurze Text unter dem Titel. Sie ist kein Rankingfaktor, entscheidet aber mit, ob jemand klickt. Rund 150 Zeichen sind ein guter Richtwert. Google ersetzt die Beschreibung häufig durch einen passenden Textauszug der Seite, besonders wenn die hinterlegte Beschreibung nicht zur Suchanfrage passt.

Wie stark Titel und Beschreibung die Klickrate beeinflussen, erklärt der Artikel zur Click-Through-Rate.

Robots, Viewport und weitere technische Angaben

AngabeWozu sie dient
robotsSteuert, ob eine Seite in den Index darf (index/noindex) und ob Links verfolgt werden (follow/nofollow). Details unter noindex.
viewportSorgt dafür, dass die Seite auf Smartphones in richtiger Breite dargestellt wird. Ohne diese Angabe wirkt eine Seite mobil winzig.
charsetLegt die Zeichenkodierung fest, heute UTF-8. Fehlt sie, erscheinen Umlaute als Zeichensalat.
Canonical (Link-Element)Kein Meta-Tag im engeren Sinn, aber ebenfalls im Kopf: nennt die bevorzugte Adresse bei ähnlichen Seiten. Siehe Canonical-Tag.
hreflang (Link-Element)Verweist auf Sprachversionen derselben Seite.

Meta-Tags für Social Media

Wenn jemand einen Link auf LinkedIn, in WhatsApp oder in einem Messenger teilt, lesen diese Dienste eigene Angaben aus, die Open-Graph-Tags. Die wichtigsten sind og:title, og:description, og:image und og:url. Fehlen sie, wählt die Plattform selbst einen Titel und ein Bild – oft das Logo in falscher Größe oder gar kein Bild. Für X (ehemals Twitter) gibt es zusätzlich die Twitter-Card-Angaben, die meisten Dienste greifen aber auf Open Graph zurück.

Welche Meta-Tags Sie weglassen können

  • Meta-Keywords: Google wertet sie seit vielen Jahren nicht mehr aus. Sie verraten höchstens Wettbewerbern, auf welche Begriffe Sie zielen.
  • revisit-after: Suchmaschinen entscheiden selbst, wann sie eine Seite erneut besuchen.
  • robots mit index, follow: Das ist ohnehin der Standard. Die Angabe schadet nicht, ist aber überflüssig.

Beispiele aus dem Mittelstand

  • Industriezulieferer: Alle Produktseiten tragen denselben Titel „Produkte – Firmenname“. Nach der Umstellung nennt jeder Titel die Produktgruppe und den Einsatzbereich. In der Search Console lässt sich danach nachvollziehen, welche Seiten für welche Suchanfragen erscheinen.
  • Hotel im Allgäu: Beim Teilen der Pauschalangebote in Messenger-Gruppen erschien nur das Logo. Mit hinterlegtem Vorschaubild je Angebot sehen Empfänger sofort das Zimmer und den Preis-Hinweis.
  • Softwareanbieter: Nach einem Relaunch waren alle Seiten versehentlich auf noindex gesetzt, weil die Einstellung aus der Testumgebung übernommen wurde. Die Sichtbarkeit brach ein, bis der Fehler auffiel.

Typische Fehler

  • Doppelte Titel und Beschreibungen: Viele Seiten mit identischen Angaben machen es Suchmaschinen schwer, die richtige Seite zu wählen.
  • Suchwort-Aneinanderreihung: „Dachdecker Köln, Dachdecker Bonn, Dachsanierung günstig“ wirkt auf Menschen unseriös und bringt keinen Vorteil.
  • Noindex aus der Testumgebung: Nach jedem Relaunch prüfen, ob die Live-Seiten indexiert werden dürfen. Die Relaunch-Checkliste führt diesen Punkt auf.
  • Leere Beschreibungen: Dann wählt Google selbst einen Auszug, der nicht immer die beste Werbung für Ihre Seite ist.

In der Praxis: saubere Seitenköpfe auf jeder Seite

In unserer SEO-Arbeit prüfen wir zu Beginn alle Seiten auf fehlende, doppelte oder zu lange Titel und Beschreibungen sowie auf versehentliche noindex-Angaben. Danach schreiben wir die Angaben für die wichtigsten Seiten neu und richten das Redaktionssystem so ein, dass neue Seiten nicht ohne Titel und Beschreibung veröffentlicht werden.

Häufige Fragen

Welche Meta-Tags sind für SEO am wichtigsten?

Der Seitentitel, die Meta-Description und die Robots-Angabe. Der Titel hilft bei der Einordnung, die Beschreibung bei der Klickentscheidung, und die Robots-Angabe entscheidet, ob die Seite überhaupt in den Index darf.

Warum zeigt Google eine andere Beschreibung als meine?

Google wählt den Text, der aus seiner Sicht am besten zur jeweiligen Suchanfrage passt. Eine Beschreibung, die das Seitenthema klar zusammenfasst, wird häufiger übernommen, eine Garantie gibt es aber nicht.

Wie prüfe ich die Meta-Tags meiner Seite?

Im Browser mit Rechtsklick auf „Seitenquelltext anzeigen“ und Suche nach „<title“ oder „description“. Für die ganze Website erledigen das SEO-Crawler, die fehlende oder doppelte Angaben auflisten.

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