Homepage-Baukasten Vergleich: Baukasten, Agentur oder Abo?
Drei Arbeitsweisen ehrlich verglichen — nach Ihrem Zeitaufwand, nicht nach Funktionslisten.

Inhaltsverzeichnis
Ein Homepage-Baukasten Vergleich endet bei den meisten Anbietern in einer Tabelle mit Funktionen: Vorlagen, Speicherplatz, Formulare, SSL. Für einen Handwerksbetrieb ist diese Tabelle fast nutzlos, weil sie die einzige Frage nicht beantwortet, die zählt: Wer macht die Arbeit, wenn die Seite steht? Nicht am Tag der Veröffentlichung, sondern im nächsten März, wenn eine Leistung dazukommt und die Öffnungszeiten über Ostern anders sind.
Wer eine Handwerker Website erstellen will, hat deshalb nicht die Wahl zwischen Funktionen, sondern zwischen drei Arbeitsweisen: Website Baukasten allein, Agentur für ein Projekt und Abo mit laufender Betreuung. Für jeden Weg schauen wir auf Ihren Zeitaufwand, auf das, was nach einem Jahr kaputtgeht, und auf die Frage, was bei Krankheit oder Urlaub passiert. Was die einzelnen Posten kosten und wie man Angebote prüft, steht in „Was kostet eine Webseite für Handwerker“ — hier geht es um die Arbeitsweise, nicht um die Rechnung.
Die drei Wege im Detail
Alle drei Wege führen zu einer Website. Sie unterscheiden sich darin, wo die Arbeit landet und wer dafür haftet, dass sie gemacht wird.
Weg 1: Website Baukasten allein
Zeitaufwand des Inhabers: hoch und dauerhaft. Vorlage auswählen, Struktur festlegen, jede Leistungsseite texten, Fotos zuschneiden, Formulare testen, die Darstellung auf dem Handy prüfen. Das sind mehrere Abende, bevor überhaupt etwas online ist — und danach jede Änderung wieder.
Was nach einem Jahr kaputtgeht: technisch meist nichts, inhaltlich viel. Die Leistungsseiten, die beim Start „später“ gefüllt werden sollten, sind noch leer. Die Öffnungszeiten stimmen nicht. Das Referenzprojekt ist von vorletztem Jahr. Die Datenschutzerklärung wurde nie wieder angesehen.
Wer ändert die Texte: Sie. Wer haftet für Updates und Sicherheit: die Plattform für ihre Technik, Sie für Inhalte und Rechtstexte. Bei Krankheit oder Urlaub: nichts passiert — im wörtlichen Sinn. Die Seite läuft weiter, aber niemand pflegt sie, weil der Zugang und das Wissen bei einer Person liegen. Was ein Baukasten technisch ist, erklärt das Lexikon unter Homepage-Baukasten.
Weg 2: Agentur für ein Projekt
Zeitaufwand des Inhabers: hoch, aber befristet. In der Projektphase gibt es Abstimmungstermine, Freigaben und Rückfragen, oft über Wochen. Dafür ist der Aufwand danach erst einmal weg.
Was nach einem Jahr kaputtgeht: die Aktualität. Die Seite sieht noch gut aus, aber sie beschreibt den Betrieb von letztem Jahr. Ohne Wartungsvertrag laufen Sicherheitsupdates nicht automatisch mit, und Rechtstexte sind in der Regel kein Teil des abgeschlossenen Projekts.
Wer ändert die Texte: die Agentur, als Einzelauftrag. Wer haftet für Updates und Sicherheit: nur wer dafür beauftragt ist — ohne Vertrag niemand. Bei Krankheit oder Urlaub: unproblematisch, solange ein Wartungsvertrag läuft. Fehlt er, hängt alles daran, dass Sie sich melden.
Weg 3: Abo mit laufender Betreuung
Zeitaufwand des Inhabers: gering. Bei uns beantworten Sie am Anfang ein paar kurze Fragen, prüfen die Vorschau über einen privaten Link und gehen online. Üblich sind 1 bis 2 Wochen, mit fertigen Unterlagen 3 Tage.
Was nach einem Jahr kaputtgeht: idealerweise nichts, weil Änderungen laufend eingearbeitet werden. Die Seite altert nicht in Sprüngen, sondern wird nachgezogen, sobald sich etwas im Betrieb ändert.
Wer ändert die Texte: wir, auf Nachricht, unbegrenzt und ohne Stundenzettel. Wer haftet für Updates und Sicherheit: wir, inklusive Rechtstexte. Bei Krankheit oder Urlaub: die Pflege läuft weiter, weil sie nicht an Ihrer Person hängt. Wie das Modell aufgebaut ist, steht unter Website-Abo, die Leistung fürs Handwerk unter Website für Handwerker.
Wem passt was
Die Entscheidung hängt weniger am Budget als an Ihrer Zeit und an Ihrer Lust auf diese Arbeit. Die Tabelle sagt deshalb nicht, was besser ist, sondern wann ein Weg passt und wann er nicht passt.
| Weg | passt, wenn … | passt nicht, wenn … |
|---|---|---|
| Website Baukasten allein | Sie Freude an der Sache haben, abends Zeit dafür einplanen und selbst entscheiden wollen, wie jede Seite aussieht | Ihre Abende für Angebote und Buchhaltung gebraucht werden oder Sie nach drei Wochen die Lust verlieren |
| Baukasten mit Hilfe aus der Familie | jemand im Umfeld das wirklich regelmäßig macht und dafür ansprechbar bleibt | die Hilfe von Gefälligkeit abhängt — dann bleibt die Seite beim ersten Engpass stehen |
| Agentur für ein Projekt | Sie eine besondere Anforderung haben, etwa Shop, Buchungssystem oder Anbindung an Ihre Software, und einmalig investieren wollen | Sie danach monatlich kleine Änderungen brauchen und jeder Einzelauftrag Sie ausbremst |
| Agentur plus Wartungsvertrag | Sie klar geregelt haben wollen, wer Updates und Rechtstexte verantwortet | unklar bleibt, welche Leistungen im Wartungsvertrag stecken und welche extra sind |
| Abo mit laufender Betreuung | Sie eine Seite wollen, die gepflegt wird, ohne dass Sie daran denken müssen — Texte, Updates und Rechtstexte inklusive | Sie jeden Baustein selbst anfassen und ohne Absprache verschieben wollen |
| Gar keine Website | Ihr Betrieb über Empfehlungen voll ausgelastet ist und Sie keine neuen Kunden suchen | Kunden Sie suchen und nur ein Portaleintrag oder ein Kartenprofil ohne eigene Seite zu finden ist |
Wenn Sie in mehreren Zeilen „passt nicht“ wiedererkennen, ist das kein Widerspruch. Es heißt nur, dass die Entscheidung über Ihre Zeit fällt und nicht über die Technik.
Was ein Baukasten gut kann
Ein Baukasten hat einen schlechten Ruf, den er nicht verdient. Er nimmt Ihnen echte Arbeit ab: Hosting, Verschlüsselung, Darstellung auf dem Handy, Formulare, Sicherheitsupdates der Plattform. Sie müssen nichts installieren und keinen Server verstehen, und eine erste Version steht an einem Abend.
Dazu kommt Kontrolle. Sie sehen jede Änderung sofort, Sie müssen niemanden fragen, und Sie können nachts um elf einen Absatz umstellen, wenn Ihnen einer einfällt. Für Betriebe, die ihre Seite als eigenes Projekt begreifen, ist das ein ehrlicher Vorteil.
Und genau hier liegt die Bedingung: Ein Baukasten ist richtig, wenn der Inhaber bereit ist, selbst Abende dafür zu investieren, und Freude daran hat. Nicht einmalig, sondern immer wieder. Wer das ehrlich von sich sagen kann, braucht niemanden dafür — und spart Geld. Wer es nicht sagen kann, kauft mit dem Baukasten keine Website, sondern eine Aufgabe, die liegen bleibt.
Woran Baukasten-Seiten im Handwerk scheitern
Wir sehen diese Seiten regelmäßig, und sie scheitern fast immer an denselben fünf Stellen. Keine davon ist ein technisches Problem.
- Leere Leistungsseiten. Die Navigation verspricht acht Leistungen, drei Seiten enthalten einen Satz, zwei den Platzhaltertext der Vorlage. Kunden lesen das als „macht er wohl nicht richtig“.
- Fehlende Rechtstexte. Impressum unvollständig, Datenschutzerklärung aus der Vorlage übernommen, Cookie-Banner ohne Funktion. Welche Angaben Pflicht sind, steht in den Pflichtangaben für Handwerker-Websites.
- Fotos aus dem Netz. Das fremde Badezimmer aus der Bildersuche ist erstens erkennbar nicht Ihre Arbeit und zweitens ein rechtliches Risiko. Ein Handyfoto Ihrer eigenen Baustelle wirkt besser.
- Nie aktualisierte Öffnungszeiten. Zeiten von vor zwei Jahren, Betriebsurlaub nicht vermerkt, eine Telefonzeit, die so nicht mehr gilt. Das kostet Anrufe, nicht Ansehen.
- Kein Ansprechpartner. Kein Name, kein Gesicht, nur „Ihr Team“. Im Handwerk entscheidet Vertrauen, und Vertrauen hat einen Namen.
Wie eine aufgeräumte Seite im Handwerk aussieht, zeigen wir an Beispielen und Vorlagen. Wer eine Branchenübersicht sucht, findet sie unter Handwerk und Bau.
Die versteckten Kosten der eigenen Zeit
Rechnen wir nicht in Euro, sondern in Abenden — das ist die Währung, in der ein Inhaber tatsächlich zahlt. Für eine erste Version mit Startseite, Leistungen, Referenzen und Kontakt gehen in der Regel mehrere Abende weg: Vorlage und Struktur, dann die Texte, dann Fotos und Formulare, dann die Prüfung auf dem Handy. Die Texte sind dabei der längste Posten, weil jede Leistung einzeln beschrieben werden muss.
Danach hört es nicht auf. Eine neue Leistung, ein neuer Mitarbeiter, ein Referenzprojekt, geänderte Öffnungszeiten, ein Blick auf die Rechtstexte: das ist jedes Mal ein halber Abend, mehrmals im Jahr. Rechnen Sie zusätzlich die Wochenenden ein, an denen etwas nicht so aussieht wie gedacht und Sie in Einstellungen suchen, die Sie beim letzten Mal schon gesucht haben.
Dieser Aufwand ist nicht verschwendet, wenn Sie gern daran arbeiten. Er ist nur dann teuer, wenn er mit der Zeit konkurriert, in der Sie Angebote schreiben oder auf der Baustelle stehen. Ein Abend, an dem kein Angebot rausgeht, kostet Ihren Betrieb mehr als jede Monatsgebühr.
Drei Fragen, die die Entscheidung tragen
Wenn Sie zwischen den Wegen schwanken, brauchen Sie keinen weiteren Funktionsvergleich. Sie brauchen ehrliche Antworten auf drei Fragen.
- Habe ich im nächsten halben Jahr regelmäßig Abende für diese Arbeit — und will ich sie dafür verwenden? Zweimal „ja“: Baukasten. Einmal „nein“: Betreuung.
- Wer ändert im März die Öffnungszeiten, wenn ich krank bin? Gibt es keine Antwort mit einem Namen, hängt die Seite an einer Person — und das ist der häufigste Grund, warum sie veraltet.
- Brauche ich etwas Besonderes, oder brauche ich eine saubere Seite, die läuft? Shop, Buchung oder Softwareanbindung sprechen für ein Projekt. Leistungen, Referenzen und Kontakt sprechen für ein Abo.
Falls Sie die Fragen gern einmal durchsprechen: schreiben Sie uns über das Kontaktformular. Wir sagen Ihnen auch, wenn der Baukasten in Ihrem Fall die vernünftigere Wahl ist.
Häufige Fragen
Lohnt ein Homepage-Baukasten Vergleich überhaupt, wenn alle Anbieter ähnlich aussehen?
Die Funktionen ähneln sich tatsächlich. Entscheidend ist nicht der Anbieter, sondern die Frage, wer bei Ihnen die Inhalte pflegt. Vergleichen Sie darum Arbeitsweisen und nicht Funktionslisten.
Kann ich eine Website selber erstellen, ohne IT-Kenntnisse?
Ja, technisch ist das in einem Baukasten möglich. Die Hürde sind nicht die Klicks, sondern die Texte und die Rechtstexte — dort bleiben die meisten Projekte hängen, nicht an der Bedienung.
Kann ich mit einem Baukasten anfangen und später wechseln?
Das geht. Wichtig ist nur, dass die Domain auf Ihren Betrieb läuft, dann nehmen Sie Ihre Adresse mit. Bei uns gehört die Domain dem Kunden und bleibt bei ihm, auch nach einer Kündigung.
Was kostet der Weg mit Betreuung bei Ihnen?
59 € im Monat zzgl. MwSt. bei 0 € Einrichtung, inklusive Texten, Hosting in Deutschland, Rechtstexten und unbegrenzten Änderungen per Nachricht. Die Aufschlüsselung der einzelnen Posten steht in unserem Beitrag zu den Kosten einer Handwerker-Website.
Wie lange dauert es, eine Handwerker Website zu erstellen?
Im Baukasten so lange, wie Sie Abende investieren. Bei einem Agenturprojekt richtet sich der Zeitraum nach Abstimmungen und Freigaben. Bei uns ist die Seite üblicherweise in 1 bis 2 Wochen online, mit fertigen Unterlagen in 3 Tagen.
Die Seite für Ihr Gewerk
Was auf einer Seite steht, hängt vom Gewerk ab: andere Leistungen, andere Fragen, andere Saison. Für jedes Gewerk gibt es deshalb eine eigene Seite mit Aufbau, Inhalten und Preis — und einen Überblick für alle Gewerke.
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Passende Leistung
Website für Ihren Handwerksbetrieb
Eine Seite, die Ihr Gewerk und Ihren Ort nennt – Texte, Technik und Änderungen übernehmen wir, Sie schreiben uns nur, was sich geändert hat.
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