Was ist ein Homepage-Baukasten?
Ein Homepage-Baukasten ist ein Mietdienst für Websites aus fertigen Bausteinen. So funktioniert er, was er gut kann und wo die Grenzen liegen.
Oleksandr Grygoriev · Aktualisiert:
- Browser
- DNS
- Server
- Cache
- Darstellung
Inhaltsverzeichnis
Ein Homepage-Baukasten ist ein Mietdienst, bei dem man eine Website im Browser aus fertigen Bausteinen zusammensetzt, ohne zu programmieren. Hosting, Updates und Vorlagen kommen vom Anbieter, bezahlt wird eine monatliche oder jährliche Gebühr.
Für Handwerksbetriebe ist das oft der erste Berührungspunkt mit dem Thema Website: Man meldet sich an, wählt eine Vorlage, trägt Firmenname und Leistungen ein und ist am selben Abend online. Diese Geschwindigkeit ist der eigentliche Vorteil. Die Grenzen zeigen sich erst, wenn die Seite Anfragen bringen soll und mehrere Leistungen abdeckt.
Wie ein Homepage-Baukasten funktioniert
Der Ablauf ist bei allen Anbietern ähnlich. Sie legen ein Konto an, wählen eine Vorlage für Ihr Gewerk, ziehen Blöcke auf die Seite und füllen sie mit Texten und Bildern. Ein Klick veröffentlicht das Ergebnis.
Blöcke sind vorbereitete Bauteile: Kopfbereich mit Bild, Leistungsliste, Team, Referenzen, Kontaktformular, Fußzeile. Sie lassen sich verschieben und in Farben und Schriften anpassen, aber nur im Rahmen, den die Vorlage vorgibt.
Technik und Betrieb bleiben beim Anbieter. Sie kümmern sich nicht um Server, Sicherheitsupdates oder Sicherungen. Dafür läuft die Seite nur, solange die Gebühr läuft.
Was ein Baukasten gut kann
- schnell online, ohne Technikwissen und ohne Wartezeit
- keine eigene Technikpflege, Updates erledigt der Anbieter
- kalkulierbare monatliche Gebühr statt einmaliger Investition
- Vorlagen, die auf dem Handy von vornherein brauchbar aussehen
- Änderungen an Texten und Bildern kann man selbst machen
Für eine schmale Visitenkarten-Seite oder einen Onepager deckt das den Bedarf ab. Wer bisher gar nicht im Netz zu finden war, gewinnt damit mehr als mit einem halben Jahr Planung.
Wo die Grenzen liegen
Das Design bleibt im Rahmen der Vorlage. Was dort nicht vorgesehen ist, lässt sich meist nicht bauen, und eigene Funktionen oder Schnittstellen zur Zeiterfassung oder Warenwirtschaft sind schwer bis unmöglich.
Der Umzug ist der härteste Punkt. Ein Wechsel zu einem anderen Anbieter bedeutet in der Regel Neuaufbau: Die Vorlage gehört dem Anbieter, und die Inhalte liegen in seinem System, nicht in einer Form, die sich einfach mitnehmen lässt.
Rechtstexte und Einwilligungsbanner muss man selbst richtig einstellen. Die Werkzeuge sind oft vorhanden, die Verantwortung bleibt aber beim Inhaber, von den Pflichtangaben bis zur Frage, welche Skripte vor einer Einwilligung laden. Mehr dazu unter Was ist die Impressumspflicht?.
Dazu zwei Punkte, die regelmäßig unterschätzt werden. Die Ladezeit leidet unter den mitgelieferten Skripten, die jede Vorlage mitbringt, ob gebraucht oder nicht. Und Texte und Pflege bleiben vollständig beim Inhaber: Der Baukasten liefert die Form, nicht den Inhalt. Dasselbe gilt für saubere Firmendaten, siehe NAP-Konsistenz.
Den direkten Vergleich der Wege – Baukasten, CMS oder betreute Website – zieht der Beitrag Baukasten oder Agentur; die Kostenseite rechnet Was kostet eine Handwerker-Website durch. Das betreute Gegenstück zum Selbstbauen beschreibt die Seite Website im Abo.
Wann sich der Wechsel lohnt
Ein Wechsel lohnt sich, sobald Sie mehr als eine Leistung anbieten und jede davon gefunden werden soll. Dann braucht jede Leistung eine eigene Seite mit eigener Überschrift und eigenem Titel, und genau das wird im Baukasten mühsam.
Der zweite Anlass ist Wachstum: zweiter Standort, mehr Mitarbeiter, Stellenanzeigen, eine Anfragenübersicht, die zum Arbeitsablauf passt. Der dritte ist fehlende Zeit. Wenn die Seite seit zwei Jahren unverändert ist, weil niemand abends noch Texte tippt, ist nicht der Baukasten das Problem, sondern dass die Pflege an einer Person hängt.
Der vierte Anlass sind wiederkehrende Rechtsthemen. Wer bei jeder Änderung an Banner, Datenschutz oder Pflichtangaben selbst nachlesen muss, ist mit einer betreuten Lösung besser dran.
Häufige Fragen
Selbst bauen oder die Website betreuen lassen?
Das entscheidet sich daran, wer Texte, Pflege und Rechtsthemen übernimmt. Die beiden Wege stellt der Beitrag Baukasten oder Agentur gegenüber, das betreute Mietmodell beschreibt die Seite Website im Abo.
Kann ich meine Baukasten-Seite später mitnehmen?
Die Inhalte können Sie abschreiben oder exportieren, die Vorlage und die Technik bleiben beim Anbieter. Praktisch heißt das Neuaufbau. Die Domain sollte deshalb von Anfang an auf Ihren Namen laufen.
Kann ich mit einem Baukasten gut gefunden werden?
Für ein einzelnes Thema ist das möglich. Entscheidend sind nicht die Bausteine, sondern eigene Seiten je Leistung, brauchbare Texte und saubere Firmendaten. Diese Arbeit bleibt im Baukasten vollständig bei Ihnen.
Brauchen Sie Unterstützung?
Im kostenfreien Erstgespräch klären wir, was davon sich in Ihrem Unternehmen lohnt und womit Sie anfangen sollten.
Erstgespräch vereinbarenLieber direkt sprechen? +49 89 24 8853 444 · WhatsApp
Weitere Artikel im Wiki-Lexikon
Was ist Cache?
Ein Cache speichert Daten zwischen, damit Websites und Anwendungen schneller laden. Welche Arten es gibt, wann Cache leeren hilft und was schiefgehen kann.
Begriff öffnenWas ist CSS?
CSS legt fest, wie eine Website aussieht: Farben, Schriften, Layout. So funktioniert die Sprache, was sie mit Ladezeit zu tun hat und wo Fehler lauern.
Begriff öffnenWas ist DNS?
DNS ist das Verzeichnis, das Domainnamen in IP-Adressen von Servern übersetzt. Ablauf, wichtige Einträge und Fehler, die Website und E-Mail lahmlegen.
Begriff öffnenWas ist ein Cookie?
Cookies einfach erklärt: welche Arten es gibt, wann TDDDG und DSGVO eine Einwilligung verlangen und wie ein rechtssicheres Cookie-Banner aussieht.
Begriff öffnen