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Was ist Cloud Computing?

Cloud Computing heißt: Rechenleistung, Speicher und Software über das Netz beziehen. IaaS, PaaS, SaaS, Kosten und Datenschutz verständlich erklärt.

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SoftwareentwicklungVom Bedarf zur laufenden Software
  1. Anforderungen
  2. Prototyp
  3. Entwicklung
  4. Auslieferung
  5. BetriebCloud Computing
Einordnung: Cloud Computing gehört zum Schritt „Betrieb“. Schema zur Einordnung, keine Messwerte.
Inhaltsverzeichnis

Cloud Computing bezeichnet die Bereitstellung von IT-Ressourcen wie Rechenleistung, Speicher, Datenbanken und Software über das Internet, nach Bedarf und meist nach Verbrauch abgerechnet. Statt eigene Server zu kaufen und im Keller zu betreiben, mietet ein Unternehmen Kapazität bei einem Anbieter und kann sie innerhalb von Minuten vergrößern oder verkleinern.

Für viele Betriebe ist die Cloud längst Alltag, oft ohne dass es jemand so nennt: das Mailpostfach bei Microsoft, die Buchhaltung im Browser, die Datensicherung beim Rechenzentrum. Spannend wird es bei der Frage, welche Anwendungen wohin gehören und wer die Verantwortung trägt.

Was Cloud Computing bedeutet

Das US-amerikanische Normungsinstitut NIST hat fünf Merkmale festgelegt, die sich als Definition durchgesetzt haben:

  • Selbstbedienung: Ressourcen werden ohne Rückfrage beim Anbieter per Klick oder Schnittstelle bestellt.
  • Netzzugriff: Zugriff über das Internet von beliebigen Geräten.
  • Gemeinsame Ressourcen: Viele Kunden teilen sich die Hardware, sauber voneinander getrennt.
  • Elastizität: Kapazität wächst und schrumpft mit dem Bedarf.
  • Messbarkeit: Abgerechnet wird, was genutzt wird.

Ein gemieteter Server im Rechenzentrum, der jedes Mal per Telefon bestellt wird, ist deshalb noch kein Cloud Computing, sondern klassisches Hosting.

IaaS, PaaS, SaaS: die Servicemodelle

ModellWas Sie bekommenWofür Sie selbst sorgenBeispiel
IaaS (Infrastructure as a Service)Virtuelle Server, Speicher, NetzBetriebssystem, Updates, Anwendungen, DatenVirtuelle Maschine bei einem Rechenzentrum
PaaS (Platform as a Service)Laufzeitumgebung, verwaltete DatenbankEigene Anwendung und DatenVerwaltete Datenbank, Container-Plattform
SaaS (Software as a Service)Fertige Anwendung im BrowserNutzer, Einstellungen, DatenBuchhaltung, CRM, Office

Je weiter unten in der Tabelle, desto weniger technischer Aufwand, aber auch desto weniger Einfluss auf das, was die Software kann. Die Verantwortung für die Daten bleibt in jedem Modell beim Unternehmen.

Public, Private, Hybrid

  • Public Cloud: Die Infrastruktur großer Anbieter wird von vielen Kunden gemeinsam genutzt. Riesige Auswahl an Diensten, Abrechnung nach Verbrauch.
  • Private Cloud: Cloud-Technik exklusiv für ein Unternehmen, im eigenen Rechenzentrum oder bei einem Dienstleister.
  • Hybrid Cloud: eine Kombination, etwa Produktionssteuerung im eigenen Haus und Kundenportal in der Public Cloud.
  • Multi-Cloud: mehrere Anbieter parallel, um Abhängigkeiten zu verringern oder die jeweils besten Dienste zu nutzen.

Beispiele aus dem Mittelstand

  • Planungsbüro: Statt eines alternden Dateiservers liegen Projektdaten in einem Cloud-Speicher mit Versionierung. Mitarbeitende auf der Baustelle greifen per Tablet zu.
  • Eventagentur: Das Anmeldeportal läuft auf Cloud-Servern, die vor großen Veranstaltungen hochgefahren werden, wenn Tausende gleichzeitig buchen.
  • Hersteller: Maschinendaten werden gesammelt und in der Cloud ausgewertet, die Steuerung selbst bleibt aus Sicherheitsgründen im Werk.
  • Handelsunternehmen: Warenwirtschaft als SaaS, dazu eine eigene Web-Anwendung für Händler auf einem virtuellen Server.

Was die Cloud kostet

Die Cloud ist nicht automatisch günstiger. Sie verlagert Kosten von Anschaffungen zu laufenden Ausgaben und rechnet nach Verbrauch ab. Das ist fair bei schwankender Last und teuer bei Diensten, die rund um die Uhr gleichmäßig laufen. Typische Kostenfallen sind vergessene Testumgebungen, Datenübertragung aus der Cloud heraus und hochpreisige Zusatzdienste, die bequem per Klick hinzugebucht werden. Ein monatlicher Blick auf die Rechnung und klare Zuständigkeiten sparen hier viel Geld.

Gleichzeitig entfallen Hardwarekauf, Stromkosten im Serverraum und das Risiko, dass der einzige Server am Freitagabend ausfällt. Ehrlich rechnen heißt: alle Kosten über drei bis fünf Jahre vergleichen, einschließlich der eigenen Arbeitszeit für Wartung.

Nicht zu unterschätzen ist die Abhängigkeit vom Anbieter. Wer viele herstellerspezifische Zusatzdienste nutzt, kommt später nur mit großem Aufwand wieder heraus. Anwendungen, die auf offenen Standards wie Containern und gängigen Datenbanken aufbauen, lassen sich dagegen vergleichsweise einfach umziehen. Diese Frage gehört an den Anfang, nicht ans Ende eines Projekts.

Datenschutz, Standort und Souveränität

Wer personenbezogene Daten in die Cloud legt, bleibt nach der DSGVO verantwortlich. Nötig sind ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter und geeignete technische und organisatorische Maßnahmen. Viele Unternehmen bevorzugen Rechenzentren in Deutschland oder der EU, um Datenübermittlungen in Drittländer zu vermeiden. Orientierung bei der Auswahl bietet der Kriterienkatalog C5 des BSI, nach dem sich Cloud-Anbieter prüfen lassen können. Mit dem EU Data Act kommen außerdem Regeln hinzu, die den Wechsel zwischen Cloud-Anbietern erleichtern sollen.

In der Praxis: Betrieb auf Servern in Deutschland

Unsere Anwendungen laufen zu 100 % auf Servern in Deutschland. Bei Betrieb und Wartung übernehmen wir Überwachung, Updates und Datensicherung, sodass Sie sich weder um Hardware noch um Cloud-Konsolen kümmern müssen. Soll eine bestehende Anwendung aus dem eigenen Serverraum umziehen, planen wir den Schritt im Rahmen der IT-Modernisierung – mit Testlauf und ohne Stillstand im Tagesgeschäft.

Häufige Fragen

Was ist Cloud Computing einfach erklärt?

Sie nutzen Rechner, Speicher oder Programme eines Anbieters über das Internet, statt sie selbst zu kaufen und zu betreiben. Bezahlt wird nach Nutzung, meist monatlich.

Ist die Cloud sicher?

Große Rechenzentren sind oft besser geschützt als ein Serverraum im Betrieb. Die meisten Vorfälle entstehen durch Fehlkonfiguration und schwache Zugänge, nicht durch den Anbieter. Sicherheit bleibt also auch in der Cloud Ihre Aufgabe.

Darf ich Kundendaten in die Cloud legen?

Ja, mit Auftragsverarbeitungsvertrag, geeigneten Schutzmaßnahmen und Klarheit über den Speicherort. Bei Anbietern außerhalb der EU sind zusätzliche Prüfungen nötig.

Was ist der Unterschied zwischen Cloud und Hosting?

Klassisches Hosting stellt feste Server bereit. Cloud Computing bietet Ressourcen auf Abruf, die sich automatisch vergrößern und verkleinern und nach Verbrauch abgerechnet werden.

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