Was ist Linkbuilding?
Linkbuilding einfach erklärt: wie seriöse Backlinks über Fachbeiträge, Verbände und Partner entstehen und warum gekaufte Links riskant sind.
Oleksandr Grygoriev · Aktualisiert:
Inhaltsverzeichnis
Linkbuilding (Linkaufbau) ist die gezielte Arbeit daran, dass andere Websites auf die eigene Website verlinken. Solche eingehenden Links, sogenannte Backlinks, wertet Google als Hinweis auf Relevanz und Vertrauenswürdigkeit. Seriöses Linkbuilding setzt auf Inhalte, Beziehungen und echte Anlässe, über die andere gern berichten – nicht auf gekaufte oder getauschte Links.
Einfach erklärt: Linkbuilding sorgt dafür, dass im Netz über Sie gesprochen wird – mit einem Verweis auf Ihre Website. Dieser Artikel zeigt, welche Links zählen, wie Mittelständler sie auf saubere Weise gewinnen und welche Abkürzungen teuer werden können.
Was Linkbuilding bedeutet
Linkbuilding ist Teil der Offpage-SEO, also aller Maßnahmen außerhalb der eigenen Website. Ein Backlink entsteht, wenn eine andere Seite – ein Fachmagazin, ein Verband, ein Partner, eine Lokalzeitung – auf eine Ihrer Seiten verweist.
Der Begriff „Building“ führt etwas in die Irre. Gute Links lassen sich nicht einfach bauen. Man schafft Anlässe und Inhalte, auf die andere von sich aus verweisen wollen, und macht sie bei den richtigen Stellen bekannt.
Warum Links für Google zählen
Seit den Anfängen der Suchmaschine gilt ein Link als eine Art Empfehlung: Wer auf eine Seite verweist, hält sie für nützlich. Google bewertet dabei nicht die bloße Anzahl, sondern wer verlinkt und in welchem Zusammenhang. Heute sind Links einer von vielen Faktoren. Inhalte, die die Suchanfrage wirklich beantworten, und nachweisbare Erfahrung und Fachkompetenz (E-E-A-T) wiegen mindestens genauso schwer.
Für Unternehmen haben gute Links außerdem einen Nutzen jenseits der Suche: Ein Verweis aus dem Branchenverband oder einem Fachmagazin bringt Besucher, die sich bereits für das Thema interessieren.
Woran Sie einen wertvollen Link erkennen
- Thematische Nähe: Ein Link von einem Fachportal für Gebäudetechnik hilft einem Heizungsbauer mehr als einer von einem Reiseblog.
- Echte Leser: Die verlinkende Seite hat eigene Besucher und wird gepflegt.
- Redaktioneller Zusammenhang: Der Link steht im Text, weil er dem Leser etwas bringt, nicht in einer Liste mit hundert anderen.
- Natürlicher Linktext: Meist der Firmenname oder eine beschreibende Formulierung, nicht immer dasselbe Suchwort.
- Linkattribute: Ob ein Link als Dofollow oder mit „nofollow“, „sponsored“ oder „ugc“ gekennzeichnet ist, beeinflusst, wie Google ihn behandelt.
Kennzahlen wie das Domain Rating geben eine grobe Orientierung, sind aber Werte von Tool-Anbietern, nicht von Google.
Seriöse Wege zu Backlinks
- Fachbeiträge: Artikel in Branchenmedien, Kammer- und Verbandszeitschriften oder auf Portalen, deren Leser Ihre Kunden sind.
- Verbände und Kammern: Mitgliederverzeichnisse von Innungen, IHK, Fachverbänden und Clustern verlinken oft auf ihre Mitglieder.
- Partner und Lieferanten: Hersteller führen zertifizierte Fachbetriebe auf, Softwareanbieter ihre Integrationspartner, Kunden nennen Sie in Referenzberichten.
- Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Eine Betriebserweiterung, ein Ausbildungsprojekt oder eine Auszeichnung ist für Lokal- und Fachpresse ein Anlass zu berichten. Solche Erwähnungen sind Earned Media.
- Nützliche Inhalte: Checklisten, Leitfäden, Rechner oder Auswertungen, auf die andere gern verweisen, weil sie ihren Lesern helfen.
- Vorträge und Veranstaltungen: Referenten und Sponsoren werden auf Veranstaltungsseiten genannt.
Beispiele aus dem Mittelstand
- Metallbaubetrieb: Der Inhaber schreibt für die Zeitschrift seines Fachverbands einen Beitrag über neue Anforderungen an Absturzsicherungen. Der Artikel erscheint auch online, mit Verweis auf die Firmenwebsite.
- Softwarehaus: Ein Anbieter wird als Partner eines ERP-Herstellers zertifiziert und erscheint in dessen Partnerverzeichnis mit Link.
- Ausbildungsbetrieb: Ein Unternehmen richtet einen Tag der offenen Tür für Schüler aus. Lokalzeitung, Schule und Arbeitsagentur berichten darüber und verlinken.
Risiken: was gegen Googles Richtlinien verstößt
Google beschreibt in seinen Spam-Richtlinien ausdrücklich, welche Links als Manipulation gelten:
- Gekaufte Links, die Ranking-Wirkung weitergeben sollen, ohne als „sponsored“ oder „nofollow“ gekennzeichnet zu sein.
- Übermäßiger Linktausch nach dem Muster „Verlinkst du mich, verlinke ich dich“.
- Massenhafte Gastartikel mit immer gleichen, suchwortlastigen Linktexten.
- Automatisch erzeugte Links in Kommentaren, Foren oder minderwertigen Verzeichnissen.
Die Folgen reichen von Links, die Google einfach ignoriert, bis zu manuellen Maßnahmen, die in der Search Console gemeldet werden und Rankings kosten. Wer schon solche Links hat, etwa aus der Zeit eines früheren Dienstleisters, sollte sie prüfen lassen. In vielen Fällen ignoriert Google sie ohnehin; bei einer manuellen Maßnahme helfen das Entfernen der Links und ein begründeter Antrag auf erneute Überprüfung. Angebote nach dem Muster „100 Backlinks für 99 Euro“ sind deshalb kein Schnäppchen, sondern ein Risiko.
In der Praxis: Links, die man sich verdient
Links kaufen wir nicht. In der SEO-Betreuung prüfen wir, welche Verbände, Partner und Fachmedien zu Ihrem Unternehmen passen, und bereiten Anlässe und Inhalte vor, über die berichtet werden kann. Fachbeiträge und Leitfäden, die andere gern verlinken, entstehen bei Inhalte und Übersetzung – auf Wunsch auch in mehreren Sprachen für internationale Märkte.
Häufige Fragen
Wie viele Backlinks braucht meine Website?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Für einen regionalen Betrieb können wenige gute Links von Verbänden, Partnern und Lokalmedien ausreichen. Wichtiger als die Menge ist, dass die Links thematisch passen.
Darf ich Links kaufen?
Bezahlte Platzierungen sind erlaubt, wenn sie als „sponsored“ oder „nofollow“ gekennzeichnet sind. Dann geben sie aber keine Ranking-Wirkung weiter. Ungekennzeichnete gekaufte Links verstoßen gegen Googles Richtlinien.
Wie lange dauert Linkbuilding?
Es ist eine laufende Aufgabe. Fachbeiträge, Partnerschaften und Presseanlässe entstehen über Monate, wirken dafür aber dauerhaft. Ein einzelner guter Fachbeitrag kann über Jahre Besucher und Vertrauen bringen.
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