Was kostet eine App? Kosten der App-Entwicklung im Überblick
Übliche Kosten nach Umfang und Technik, Rechenweg der Anbieter, laufende Kosten pro Jahr und wie Sie sinnvoll sparen.

Inhaltsverzeichnis
- App-Kosten auf einen Blick
- Wie Anbieter die Kosten einer App kalkulieren
- App entwickeln: Kosten nach Technik
- Welche Funktionen die App-Kosten treiben
- Laufende Kosten: Was kostet eine App im Jahr?
- Freelancer, Agentur oder Baukasten?
- Wie Sie bei den App-Kosten richtig sparen
- Fünf Fragen an jedes Angebot
- Was kostet eine App bei SEODACH?
Was kostet eine App? Eine kleine Web-App mit wenigen Bildschirmen kostet in Deutschland etwa 9.000 bis 35.000 €, eine Geschäfts-App mit Kundenkonto und Verwaltungsbereich etwa 30.000 bis 110.000 €. Apps für den App Store und Google Play liegen deutlich höher, große Plattformen mit zwei nativen Apps bei mehreren Hunderttausend Euro. Den Ausschlag geben Umfang, Technik und Anbieter.
In diesem Ratgeber zeigen wir, wie diese Spannen zustande kommen: wie Anbieter die Kosten einer App kalkulieren, welche Funktionen den Preis treiben, was eine App jedes Jahr im Betrieb kostet und wo Sparen sinnvoll ist. Alle Beträge sind Richtwerte, netto, auf Basis üblicher Aufwände und Stundensätze in Deutschland. Ihre eigene Kombination rechnen Sie mit dem App-Kosten-Rechner in zwei Minuten durch.
App-Kosten auf einen Blick
Die Tabelle zeigt typische Vorhaben. Der Aufwand enthält Entwicklung, Server, Tests, Projektleitung und Veröffentlichung. Für Freelancer haben wir mit 60 bis 90 € pro Stunde gerechnet, für Agenturen und Softwarehäuser mit 90 bis 130 €.
| Beispiel | Aufwand | Freelancer | Agentur |
|---|---|---|---|
| Kleine Web-App: Katalog oder Terminbuchung, 5–10 Bildschirme | 140–260 Stunden | 8.600–23.800 € | 13.000–34.300 € |
| Geschäfts-App als Web-App: Kundenkonto und Verwaltungsbereich | 470–850 Stunden | 28.100–76.700 € | 42.100–110.800 € |
| Außendienst-App als Web-App: offline, Kamera, Anbindung an ERP oder CRM | 650–1.310 Stunden | 38.900–117.700 € | 58.300–170.000 € |
| Cross-Platform-App für beide Stores: Kundenkonto, Push, eigenes Design | 720–1.410 Stunden | 43.300–127.200 € | 65.000–183.700 € |
| Dieselbe App als zwei native Apps für iOS und Android | 1.040–2.040 Stunden | 62.400–183.400 € | 93.600–264.900 € |
| Plattform mit Bezahlung und Chat, zwei native Apps | 2.120–4.050 Stunden | 127.200–364.100 € | 190.800–526.000 € |
Alle Beispiele außer der kleinen Web-App enthalten Kundenkonto und Verwaltungsbereich; die beiden Store-Varianten und die Plattform zusätzlich Push-Benachrichtigungen und ein eigenes Design.
Die Spannen sind breit: Die untere Grenze gilt für klar beschriebene Vorhaben mit wenigen Rückfragen, die obere für Projekte, bei denen sich Anforderungen unterwegs ändern. Wer vor dem ersten Angebot aufschreibt, was die App können soll, landet näher an der unteren Grenze.
Wie Anbieter die Kosten einer App kalkulieren
Fast jeder Anbieter rechnet intern in Stunden, auch wenn er Ihnen am Ende einen Festpreis nennt. Die Formel ist einfach: Aufwand in Stunden mal Stundensatz. Der Aufwand setzt sich aus vier Teilen zusammen:
- Grundumfang: Bildschirme, Navigation, Datenmodell und Server. Eine App mit fünf Bildschirmen und einer Nutzergruppe ist in wenigen Wochen gebaut, eine Plattform mit Anbietern, Kunden und Verwaltung braucht Monate.
- Funktionen: Anmeldung, Bezahlung, Benachrichtigungen, Offline-Betrieb. Jede Funktion bringt eigene Entwicklung und eigene Tests mit.
- Technik: Wird die App einmal für alle Geräte gebaut oder getrennt für iOS und Android? Dieser Faktor kann den Aufwand fast verdoppeln.
- Projektarbeit: Abstimmung, Qualitätssicherung, Store-Einträge und Livegang. Seriöse Anbieter planen dafür rund ein Fünftel des Entwicklungsaufwands ein.
Ein Rechenbeispiel: Eine Geschäfts-App mit Kundenkonto und Verwaltungsbereich braucht als Web-App etwa 300 bis 500 Stunden Grundumfang, 30 bis 60 Stunden für die Anmeldung und 60 bis 150 Stunden für den Verwaltungsbereich. Mit Projektarbeit sind das 470 bis 850 Stunden. Bei 100 € pro Stunde ergibt das 47.000 bis 85.000 €.
Wer einen Festpreis anbietet, trägt das Risiko, dass es länger dauert. Das ist nur möglich, wenn der Umfang schriftlich feststeht. Wie Sie Anforderungen so festhalten, dass ein Anbieter verbindlich kalkulieren kann, zeigt unser Beitrag zum Lastenheft für Software.
App entwickeln: Kosten nach Technik
Die Wahl der Technik ist die größte einzelne Entscheidung für Ihr Budget. Drei Wege sind üblich:
Web-App (Progressive Web App)
Eine Progressive Web App läuft im Browser, lässt sich aber wie eine App auf dem Startbildschirm ablegen, öffnet im Vollbild und kann offline arbeiten und Benachrichtigungen senden. Sie wird einmal gebaut und läuft auf iPhone, Android und Rechner. Es gibt keine Store-Prüfung, ein Update ist sofort bei allen Nutzern. Für Buchungen, Kundenkonten, Bestellungen und Außendienst reicht dieser Weg fast immer.
Cross-Platform-App
Ein gemeinsamer Code wird für iOS und Android übersetzt und in beiden Stores veröffentlicht. Der Aufwand liegt meist ein Viertel über der Web-App, weil Anpassungen je System, Store-Einträge und die Prüfung durch Apple und Google dazukommen. Sinnvoll, wenn Ihre Kunden die App im Store suchen sollen.
Zwei native Apps
iOS und Android werden getrennt entwickelt. Server, Konzept und Design entstehen nur einmal, die App selbst aber zweimal. Rechnen Sie mit etwa dem 1,8-Fachen einer Web-App. Nötig ist das, wenn die App sehr tief ins Gerät greift: dauerhafte Bluetooth-Verbindung zu Maschinen, Aufnahmen im Hintergrund oder aufwendige 3D-Grafik.
Welche Funktionen die App-Kosten treiben
Funktionen sind der zweite große Hebel. Die folgenden Aufwände sind übliche Richtwerte für eine Web-App; bei zwei nativen Apps fallen viele davon zweimal an.
| Funktion | Zusätzlicher Aufwand | Warum |
|---|---|---|
| Nutzerkonten und Anmeldung | 30–60 Stunden | Registrierung, Passwort vergessen, Datenschutz |
| Verwaltungsbereich für Ihr Team | 60–150 Stunden | Inhalte, Nutzer und Bestellungen pflegen, ohne Entwickler zu fragen |
| Anbindung an CRM, ERP oder Shop | 60–160 Stunden | Hängt stark davon ab, wie gut das Fremdsystem dokumentiert ist |
| Bezahlung in der App | 40–90 Stunden | Zahlungsanbieter, Belege, Rückerstattung, Sonderfälle |
| Offline-Betrieb mit Abgleich | 60–140 Stunden | Konflikte lösen, wenn zwei Geräte dieselben Daten ändern |
| Chat oder Nachrichten | 60–140 Stunden | Echtzeit-Verbindung, Benachrichtigungen, Moderation |
Kleinere Posten wie Push-Benachrichtigungen (15–40 Stunden), Kamera oder Standort (30–80 Stunden) und eine zweite Sprache (20–50 Stunden) summieren sich ebenfalls. Fragen Sie bei jeder Funktion: Funktioniert die erste Version auch ohne sie?
Laufende Kosten: Was kostet eine App im Jahr?
Mit dem Start ist die App nicht bezahlt. Jedes Jahr fallen drei Posten an:
- Server und Betrieb: Datenbank, Speicher, Versand von Benachrichtigungen und Überwachung. Für Apps mit überschaubarer Nutzerzahl sind 600 bis 2.400 € im Jahr üblich.
- Store-Konten: Apple verlangt 99 US-Dollar pro Jahr für das Entwicklerprogramm, Google Play 25 US-Dollar einmalig. Für eine Web-App entfallen beide.
- Pflege und Updates: Apple und Google bringen jedes Jahr neue Systemversionen, Bibliotheken bekommen Sicherheitsupdates, Nutzer melden Fehler. Als Faustregel planen Anbieter 15 bis 20 Prozent der Entwicklungskosten pro Jahr ein.
Für die Geschäfts-App aus dem Rechenbeispiel bedeutet das: Bei 60.000 € Entwicklung kommen für Server und Pflege zusammen jedes Jahr etwa 9.600 bis 14.400 € hinzu. Wer das nicht einplant, steht nach zwei Jahren vor einer App, die Fehler zeigt oder sich nicht mehr installieren lässt. Klären Sie deshalb vor dem Auftrag, wer die App nach dem Start betreut. Was dazu gehört, beschreiben wir unter Betrieb und Wartung.
Freelancer, Agentur oder Baukasten?
Freelancer sind günstiger pro Stunde und für klar umrissene, kleinere Apps eine gute Wahl. Das Risiko liegt nach dem Start: Fällt die eine Person aus oder nimmt ein größeres Projekt an, fehlt jemand, der Updates und Störungen übernimmt.
Agenturen und Softwarehäuser kosten mehr pro Stunde, bringen aber Projektleitung, Design, Entwicklung und Tests in einem Team mit und betreuen die App meist auch danach. Woran Sie einen guten Anbieter erkennen, haben wir auf der Seite App-Entwicklung-Agentur zusammengefasst.
App-Baukästen eignen sich für einfache Apps ohne Anbindung an Ihre Systeme, etwa eine Vereins-App oder einen Veranstaltungskalender. Sie zahlen eine monatliche Gebühr und bleiben an die Plattform gebunden. Sobald die App mit Warenwirtschaft, Buchhaltung oder eigenem Kundenkonto arbeiten soll, stoßen Baukästen an Grenzen.
Wie Sie bei den App-Kosten richtig sparen
- Klein anfangen. Bauen Sie zuerst eine erste Version mit den Kernfunktionen und testen Sie sie mit echten Nutzern. Was wirklich gebraucht wird, zeigen deren Rückmeldungen, nicht die Wunschliste. Mehr dazu unter MVP-Entwicklung.
- Die Technik passend wählen. Braucht die App keinen tiefen Gerätezugriff, sparen Sie mit einer Web-App die doppelte Entwicklung und die Wartezeit auf Store-Freigaben.
- Anforderungen aufschreiben. Je genauer Bildschirme, Abläufe und Anbindungen beschrieben sind, desto kleiner wird der Risikoaufschlag im Angebot.
- Vorhandene Systeme nutzen. Liegen Kunden, Produkte und Preise schon im CRM oder Shop, sollte die App sie von dort lesen, statt sie doppelt zu pflegen.
Sparen Sie dagegen nicht an Tests, Datenschutz und Betreuung. Diese Posten fallen in einem knappen Angebot zuerst weg und kosten später am meisten.
Fünf Fragen an jedes Angebot
- Ist der Leistungsumfang schriftlich beschrieben, mit Bildschirmen und Funktionen?
- Gilt ein Festpreis oder wird nach Aufwand abgerechnet, und was passiert bei Änderungen?
- Sind Tests, Store-Veröffentlichung und Projektleitung im Preis enthalten?
- Wer betreut die App nach dem Start, mit welcher Reaktionszeit und zu welchen Kosten?
- Gehören Quellcode und Zugänge Ihnen?
Welche Vertragsform zu welchem Projekt passt, erklärt unser Beitrag Werkvertrag oder Dienstvertrag.
Was kostet eine App bei SEODACH?
Wir bauen Apps meist als Web-App: ein Code für iPhone, Android und Rechner, auf Servern in Deutschland und der EU. So bezahlen Sie die Entwicklung nur einmal. Auf unserer erprobten Basis kann eine erste Version unter den Marktspannen oben liegen: Ein Kundenportal beginnt laut Preisseite bei 4.000 €. Nach dem Erstgespräch und einer Anforderungsanalyse bekommen Sie einen Festpreis für die erste Version. Einen klickbaren Entwurf sehen Sie nach 14 Tagen, die erste nutzbare Version läuft in der Regel nach 2–6 Wochen. Unsere Abrechnungsmodelle stehen auf der Seite Preise, wie wir Apps entwickeln, unter App-Entwicklung.
Vereinbaren Sie ein kostenfreies Erstgespräch: Wir prüfen, ob eine Web-App für Ihr Vorhaben reicht, wie klein die erste Version sein darf und womit Sie beim Budget rechnen sollten.
Passende Leistung
App entwickeln lassen
Eine App für iPhone, Android und Rechner aus einem Code – mit Festpreis für die erste Version und Betreuung nach dem Start.
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