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Was ist ein Nofollow-Link?

Nofollow-Links im Überblick: HTML-Beispiel, die drei rel-Werte nofollow, sponsored und ugc, wann welcher richtig ist und was sich 2019 geändert hat.

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Einordnung: Nofollow-Link — im Schema „nofollow“. Schema zur Einordnung, keine Messwerte.
Inhaltsverzeichnis
Passende LeistungSEO-BetreuungInterne Verlinkung und Linkprofil prüfen.

Ein Nofollow-Link ist ein Hyperlink, der mit dem Attribut rel="nofollow" gekennzeichnet ist. Damit sagen Sie Suchmaschinen: Diesem Verweis bitte keine Empfehlung entnehmen. Für Besucher ändert sich nichts — der Link funktioniert, sieht identisch aus und bringt Klicks. Nur die Bewertung durch Google, Bing und andere fällt weg. Seit 2019 ist das Attribut allerdings keine Anweisung mehr, sondern ein Hinweis, den Google auswerten oder auch übergehen kann.

Nofollow im HTML

Das Attribut steht im öffnenden <a>-Element:

<a href="https://beispiel.de/angebot" rel="nofollow">Zum Angebot</a>

Mehrere Werte werden mit Leerzeichen kombiniert. Ein bezahlter Verweis, der sich zusätzlich in einem neuen Fenster öffnen soll:

<a href="https://beispiel.de/angebot" rel="sponsored noopener" target="_blank">Zum Angebot</a>

Es gibt außerdem die Möglichkeit, eine ganze Seite pauschal zu kennzeichnen — über eine Meta-Angabe im Kopfbereich:

<meta name="robots" content="nofollow">

Diese Variante betrifft alle Links der Seite, auch die internen, und sollte deshalb nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen. Wer einzelne Verweise meint, kennzeichnet einzelne Verweise.

Die drei Attribute: nofollow, sponsored, ugc

Seit September 2019 gibt es nicht mehr nur einen Wert, sondern drei. Sie unterscheiden sich nicht in der Wirkung, sondern in der Aussage: Sie sagen Google, warum ein Verweis nicht als Empfehlung gemeint ist.

WertAussageTypischer Fall
rel="sponsored"Für diesen Verweis wurde bezahltAnzeigen, gesponserte Beiträge, Affiliate-Links, bezahlte Platzierungen in Verzeichnissen
rel="ugc"Der Verweis stammt von NutzernKommentare, Forenbeiträge, Bewertungen, Profiltexte
rel="nofollow"Allgemein: keine EmpfehlungAlles andere — ungeprüfte Quellen, Verweise unter Vorbehalt, Beispiele in Texten

Die Werte lassen sich kombinieren, etwa rel="sponsored nofollow". Notwendig ist das nicht; Google betont ausdrücklich, dass bestehende nofollow-Kennzeichnungen nicht umgestellt werden müssen. Für neue Inhalte lohnt die Genauigkeit trotzdem: Wer bezahlte Verweise als sponsored ausweist, dokumentiert damit auch gegenüber Aufsicht und Kunden, dass Werbung als Werbung gekennzeichnet ist.

Was sich 2019 geändert hat

Bis 2019 war nofollow eine Direktive: Google folgte dem Link nicht und wertete ihn nicht. Mit der Einführung von sponsored und ugc hat Google die Behandlung aller drei Werte umgestellt — sie gelten seither als Hinweis. Google darf einem so gekennzeichneten Verweis folgen und ihn in die Bewertung einbeziehen, wenn das im Einzelfall sinnvoll erscheint.

Was folgt daraus für die Praxis?

  • Nofollow ist keine Zugriffssperre. Wenn eine Seite nicht in den Index soll, ist noindex das richtige Mittel, nicht nofollow auf den Links dorthin. Soll sie gar nicht erst abgerufen werden, gehört die Regel in die robots.txt.
  • Der Wert bleibt Pflicht, nicht Kür. Dass Google Hinweise übergehen darf, entbindet niemanden von der Kennzeichnung bezahlter Verweise. Die Richtlinie dazu ist unverändert.
  • Planbar ist die Wirkung nicht. Auf „vielleicht zählt es doch“ lässt sich keine Arbeit aufbauen. Wer Autorität aufbauen will, braucht Dofollow-Links.

Wann welches Attribut richtig ist

SituationRichtig
Anzeige, Werbebanner, bezahlter Gastbeitragsponsored
Affiliate-Link mit Provisionsponsored
Eintrag in einem kostenpflichtigen Branchenverzeichnissponsored
Kommentar unter einem Blogbeitragugc
Forum, Bewertungsportal, Nutzerprofilugc
Quelle, die Sie zitieren, aber inhaltlich nicht vertretennofollow
Beispiel-Adresse in einem Fachtextnofollow
Redaktionelle Empfehlung, Quellenangabe, PartnerseiteKein rel — also Dofollow
Interner Verweis auf eine eigene SeiteKein rel — also Dofollow
Link zum Impressum, zu AGB oder AnmeldeseitenKein rel nötig; diese Seiten regelt man über noindex

Wo Nofollow automatisch gesetzt wird

Ein großer Teil aller Verweise im Netz ist gekennzeichnet, ohne dass jemand bewusst eine Entscheidung getroffen hätte. Viele Plattformen setzen das Attribut pauschal an alle Verweise, die Nutzer eintragen — Wikipedia, soziale Netzwerke, Bewertungsportale, Frageseiten und die meisten Blog-Systeme in ihren Kommentarbereichen.

Für die eigene Arbeit hat das zwei Folgen. Erstens: Wer ein Profil anlegt und dort seine Adresse einträgt, baut damit keine Autorität auf. Solche Einträge haben ihren Wert in Sichtbarkeit und Besuchern, nicht im Linkprofil. Zweitens: Auch auf der eigenen Website entstehen Kennzeichnungen automatisch — viele Redaktionssysteme setzen nofollow an jeden Kommentar, manche Erweiterungen an jeden externen Link. Das ist im ersten Fall richtig und im zweiten meist ungewollt.

Prüfen lässt sich das in wenigen Minuten: einen Durchlauf mit einem Crawler starten und die Spalte mit den rel-Werten sortieren. Wenn dort ausnahmslos jeder Verweis nach außen gekennzeichnet ist, greift eine pauschale Einstellung — und die gehört korrigiert, damit Quellenangaben wieder als das zählen, was sie sind.

Nofollow und Linkautorität

Die verbreitete Vorstellung, man könne mit nofollow Autorität im eigenen Haus halten, stammt aus dem sogenannten PageRank Sculpting. Die Idee: Ausgehende Verweise auf Nofollow setzen, damit nichts abfließt. Google hat diese Lücke bereits 2009 geschlossen — der Anteil, der auf einen gekennzeichneten Link entfällt, wird nicht auf die übrigen Links umverteilt. Es bleibt also nichts übrig, was man sparen könnte.

Was ein Nofollow-Link trotzdem leistet:

  • Besucher. Ein Verweis aus einem viel gelesenen Portal bringt Anfragen, unabhängig vom rel-Wert.
  • Sichtbarkeit bei Menschen. Wer Sie dort liest, verlinkt Sie womöglich später an anderer Stelle — dann ohne Kennzeichnung.
  • Ein natürliches Linkprofil. Eine Website, auf die ausschließlich Dofollow-Verweise zeigen, ist in der Realität kaum anzutreffen. Die Mischung ist der Normalzustand.
  • Schutz vor Haftung und Spam. Bei Nutzerinhalten und fremden Quellen schützt die Kennzeichnung vor dem Eindruck, Sie würden sich das Verlinkte zu eigen machen.

Nofollow erkennen und prüfen

  1. Quelltext oder Entwicklerwerkzeuge. Rechtsklick auf den Link, „Untersuchen“ — der rel-Wert steht direkt am Element.
  2. Browser-Erweiterung. Färbt gekennzeichnete Links auf der ganzen Seite ein. Gut für den Überblick, nicht für die Vollständigkeit.
  3. Crawler. Ein Durchlauf über die eigene Website listet jeden ausgehenden Link samt rel-Wert. Der richtige Weg, um Lücken in der Kennzeichnung zu finden.
  4. Backlink-Werkzeuge. Zeigen bei eingehenden Backlinks an, ob sie gekennzeichnet sind — als Stichprobe, nie vollständig.

Typische Fehler

  • Interne Links auf Nofollow setzen. Bringt keinen Vorteil und schwächt die eigene Struktur.
  • Alle ausgehenden Verweise pauschal kennzeichnen. Entwertet Quellenangaben, die den eigenen Text glaubwürdig machen, und fällt bei einer Prüfung sofort auf.
  • Bezahlte Verweise ohne Kennzeichnung lassen. Der eigentliche Grund, warum es die Werte gibt — und der Punkt, an dem es tatsächlich Ärger geben kann.
  • Nofollow statt noindex verwenden. Zwei verschiedene Dinge: Das eine betrifft Verweise, das andere die Aufnahme in den Index.
  • Kommentarbereiche ungeschützt lassen. Ohne ugc oder nofollow wird jeder offene Kommentarbereich früher oder später zur Linkfläche für Fremde.
  • Nofollow nachträglich flächendeckend entfernen. Eine plötzliche Umstellung aller Verweise sieht nach Manipulation aus, ohne dass ein Nutzen entsteht.

Häufige Fragen zu Nofollow-Links

Sind Nofollow-Links schädlich?

Nein. Sie sind der normale Umgang mit bezahlten und fremden Verweisen. Schädlich ist das Gegenteil: bezahlte Verweise ohne Kennzeichnung.

Bringen Nofollow-Links überhaupt etwas?

Ja — Besucher, Bekanntheit und ein natürlich wirkendes Linkprofil. Nur die Weitergabe von Linkautorität lässt sich nicht einplanen.

Muss ich alte nofollow-Links auf sponsored umstellen?

Nein. Google hat ausdrücklich erklärt, dass bestehende Kennzeichnungen bleiben können. Bei neuen Inhalten lohnt der genauere Wert.

Was ist der Unterschied zwischen nofollow und noindex?

nofollow betrifft einen Verweis, noindex betrifft eine Seite. Der erste Wert sagt „keine Empfehlung“, der zweite sagt „nicht in den Suchindex aufnehmen“. Wer eine Seite aus den Ergebnissen halten will, braucht noindex.

Wie kennzeichne ich Affiliate-Links richtig?

Mit rel="sponsored". Zusätzlich verlangt das Wettbewerbsrecht eine für Leser erkennbare Kennzeichnung im Text — das Attribut allein reicht rechtlich nicht.

Kann ich per Nofollow verhindern, dass eine Seite gecrawlt wird?

Nein. Findet Google die Adresse über eine andere Quelle — eine Sitemap, einen fremden Verweis —, ruft es sie trotzdem ab. Abrufe steuert die robots.txt, die Aufnahme in den Index steuert noindex.

Wie viele Nofollow-Links sind normal?

Es gibt keine Zielgröße. Jedes gewachsene Linkprofil enthält beides. Auffällig ist nur, wenn ein Profil ausschließlich aus Dofollow-Verweisen besteht — das entsteht selten von allein.

Zusammenfassung

Ein Nofollow-Link ist ein Verweis mit rel="nofollow", der nicht als Empfehlung gewertet werden soll. Seit 2019 gibt es dafür drei Werte — sponsored für Bezahltes, ugc für Nutzerinhalte, nofollow für alles Übrige —, und alle drei gelten für Google als Hinweis statt als strikte Anweisung. Kennzeichnen Sie, was bezahlt oder fremd ist, und lassen Sie alles Redaktionelle und Interne ohne Attribut. Autorität aufbauen lässt sich damit nicht; dafür braucht es Dofollow-Links und Inhalte, die jemand freiwillig zitiert — die Arbeit daran gehört zum Linkbuilding. Die Link-Hygiene selbst — bezahlte Verweise als sponsored, Nutzerinhalte als ugc, Kommentarbereiche geschützt — prüfen wir bei betreuten Websites in der monatlichen SEO-Betreuung und im laufenden Betrieb. Bei bezahlten Platzierungen legen wir die Kennzeichnung gleich bei der Planung der Kampagne fest.

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