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Local-SEO-Checkliste für kleine Unternehmen: 20 Punkte zum Abhaken

Unternehmensprofil, Website, Bewertungen und Messung — alles, was Sie selbst in der Hand haben

Oleksandr Grygoriev
Geschäftsführer, SEODACH Solutions GmbH
  • 9 Min. Lesezeit
  • 9 Abschnitte
Local-SEO-Checkliste für kleine Unternehmen: 20 Punkte zum Abhaken
Inhaltsverzeichnis
  1. Wie Google lokal auswählt
  2. Die Local-SEO-Checkliste im Überblick
  3. Bereich 1: Das eigene Google-Unternehmensprofil
  4. Bereich 2: Die Website als Fundament
  5. Bereich 3: Bewertungen, die Vertrauen schaffen
  6. Bereich 4: Messen, was bei Ihnen ankommt
  7. Local-SEO-Tipps: die häufigsten Fehler
  8. Local SEO selbst machen oder Hilfe holen?
  9. Häufige Fragen zur Local-SEO-Checkliste

Wer „Elektriker in der Nähe“ oder „Steuerberater Pasing“ sucht, sieht meist zuerst eine Karte mit drei Firmen und darunter ein paar Websites. Ob Ihr Betrieb dort auftaucht, entscheidet sich an Dingen, die Sie größtenteils selbst in der Hand haben. Diese Local-SEO-Checkliste fasst sie in 20 Punkten zusammen: vom eigenen Unternehmensprofil über die Website bis zur Frage, wie viele Anrufe am Ende tatsächlich über Google kommen.

Alle Punkte betreffen Ihre eigenen Kanäle. Sie brauchen dafür kein Tool-Abo und keine Tricks, sondern etwas Zeit für den Start und danach regelmäßige, kurze Pflege.

Wie Google lokal auswählt

Google nennt selbst drei Faktoren für die lokalen Ergebnisse: Relevanz (passt Ihr Angebot zur Suche?), Entfernung (wie weit ist der Suchende weg?) und Bekanntheit (wie viel weiß Google über Ihr Unternehmen, wie wird es bewertet, wie oft wird es erwähnt?).

An der Entfernung können Sie nichts ändern. Relevanz und Bekanntheit dagegen bauen Sie mit jedem Punkt dieser Liste auf. Deshalb bringt es wenig, nur an einer Stelle zu schrauben: Ein perfektes Profil ohne passende Website überzeugt Google genauso wenig wie eine gute Website mit einem halb ausgefüllten Profil.

Die Local-SEO-Checkliste im Überblick

Die 20 Punkte verteilen sich auf vier Bereiche. Die rechte Spalte zeigt, wie oft Sie hinschauen sollten.

BereichPunkteWie oft prüfen
Google-Unternehmensprofil1–6: Profil sichern, Kategorie, Name, Adresse und Zeiten, Leistungen, Fotoseinmal einrichten, monatlich kurz prüfen, Öffnungszeiten vor jedem Feiertag
Website7–12: einheitliche Kontaktdaten, Leistungsseiten, Ortsbezug, Titel, Tempo, strukturierte Dateneinmal sauber aufsetzen, bei jeder neuen Leistung ergänzen
Bewertungen13–16: aktiv fragen, antworten, fair bleiben, auf der Website zeigennach jedem abgeschlossenen Auftrag
Messen17–20: Search Console, Profil-Statistik, markierte Links, Anfragen zählenmonatlich, am besten immer am selben Tag

Bereich 1: Das eigene Google-Unternehmensprofil

Das Google-Unternehmensprofil (früher „Google My Business“) ist der Eintrag, der in der Karte und rechts neben den Suchergebnissen erscheint. Es kostet nichts und ist für die meisten lokalen Betriebe der wichtigste einzelne Hebel.

  1. Profil beanspruchen und bestätigen. Suchen Sie Ihren Firmennamen bei Google. Existiert schon ein Eintrag, übernehmen Sie ihn über „Inhaber dieses Unternehmens?“. Die Bestätigung läuft je nach Fall per Postkarte, Telefon, E-Mail oder kurzem Video. Legen Sie das Profil unter einem Firmenkonto an, nicht unter dem privaten Konto eines Mitarbeiters.
  2. Die Hauptkategorie genau wählen. Sie ist das stärkste Relevanzsignal im Profil. „Dachdecker“ ist besser als „Bauunternehmen“, wenn Sie vor allem Dächer machen. Zusatzkategorien nur für Leistungen, die Sie wirklich regelmäßig anbieten.
  3. Den echten Firmennamen verwenden. Keine Zusätze wie „Elektriker München 24h günstig“ im Namen. Google wertet das als Verstoß gegen die Richtlinien, und Mitbewerber melden solche Einträge gern.
  4. Adresse, Einzugsgebiet und Öffnungszeiten pflegen. Empfangen Sie keine Kunden vor Ort, blenden Sie die Adresse aus und geben stattdessen Ihr Einzugsgebiet an. Tragen Sie Sonderöffnungszeiten für Feiertage und Betriebsurlaub ein. Nichts ärgert Kunden mehr als eine verschlossene Tür, obwohl Google „geöffnet“ anzeigt.
  5. Leistungen und Beschreibung ausfüllen. Listen Sie Ihre Leistungen einzeln auf, mit ein, zwei Sätzen dazu. In die Beschreibung gehört, was Sie machen, für wen und in welcher Gegend. Schreiben Sie so, wie Ihre Kunden sprechen: „Badsanierung“, nicht „Sanitärinstallationsdienstleistungen“.
  6. Echte Fotos hochladen und regelmäßig ergänzen. Team, Fahrzeuge, Werkstatt, fertige Arbeiten. Stockbilder erkennt jeder. Ein neues Foto nach einem gelungenen Auftrag zeigt außerdem, dass der Betrieb lebt.

Bereich 2: Die Website als Fundament

Das Profil verweist auf Ihre Website, und Google gleicht beides ab. Wer lokal bei Google gefunden werden will, braucht eine Website, die klar sagt, was Sie wo anbieten. Die Grundlagen dazu erklärt unser Lexikonbeitrag zu OnPage-SEO; hier die lokalen Punkte.

  1. Name, Adresse und Telefonnummer überall gleich. Im Fachjargon heißt das NAP (Name, Address, Phone). Schreiben Sie die Daten auf der Website, im Profil, im Impressum und in den Branchenverzeichnissen, in denen Sie eingetragen sind, exakt gleich. „Str.“ hier und „Straße“ dort ist kein Drama, eine alte Telefonnummer in einem Verzeichnis schon.
  2. Eine eigene Seite pro Leistung. Wenn Heizungstausch, Badsanierung und Wartung auf einer einzigen Seite stehen, weiß Google nicht, wofür Sie stehen. Jede wichtige Leistung bekommt eine eigene Landingpage mit Ablauf, typischen Fragen, Beispielen und einem klaren Kontaktweg.
  3. Ortsbezug ehrlich herstellen. Nennen Sie Ihr Einsatzgebiet, zeigen Sie Projekte aus der Region und schreiben Sie, woher Ihr Team anfährt. Eigene Seiten für einzelne Orte lohnen sich nur, wenn Sie dort wirklich arbeiten und etwas Eigenes zu sagen haben. Zwanzig Kopien derselben Seite mit ausgetauschtem Ortsnamen helfen niemandem und fallen bei Google negativ auf.
  4. Seitentitel und Beschreibung mit Leistung und Ort. Der Titel ist die blaue Zeile im Suchergebnis. „Badsanierung in Augsburg | Firmenname“ sagt mehr als „Startseite“. Die Beschreibung darunter beantwortet, warum jemand genau hier klicken sollte. Mehr dazu im Beitrag über Suchintention: Wer „Notdienst“ sucht, will eine Telefonnummer, keinen Firmenroman.
  5. Mobil schnell und mit klickbarer Telefonnummer. Ein großer Teil der lokalen Suchen kommt vom Smartphone, oft unterwegs. Die Seite muss auch im schwachen Netz zügig laden, Bilder gehören komprimiert. Die Telefonnummer ist ein Link, der beim Antippen den Anruf startet, und steht gut sichtbar oben.
  6. Strukturierte Daten für Ihr Unternehmen einbauen. Mit einem kleinen Code-Block nach dem Standard schema.org (Typ LocalBusiness oder passender Untertyp wie Electrician) sagen Sie Google maschinenlesbar, wer Sie sind, wo Sie sitzen und wann Sie geöffnet haben. Mit dem Rich-Results-Test von Google prüfen Sie, ob der Code fehlerfrei ist.

Bereich 3: Bewertungen, die Vertrauen schaffen

Bewertungen wirken doppelt: auf das Ranking und auf die Entscheidung des Kunden. Zwischen zwei Betrieben in gleicher Entfernung ruft man meist den an, über den mehr und aktuellere zufriedene Kunden schreiben.

  1. Nach jedem Auftrag aktiv fragen. Zufriedene Kunden schreiben selten von sich aus. Fragen Sie am Ende des Auftrags persönlich und schicken Sie danach den direkten Bewertungslink per SMS oder E-Mail. Diesen Link zum Teilen finden Sie direkt in Ihrem Profil.
  2. Jede Bewertung beantworten, auch die kritischen. Kurz, sachlich, mit Namen. Auf eine schlechte Bewertung antworten Sie ruhig und bieten eine Lösung an. Sie schreiben die Antwort nicht nur für den Verfasser, sondern für alle, die das Profil später lesen.
  3. Keine gekauften Bewertungen. Keine Rabatte gegen Sterne, keine Bewertungen von Familie und Mitarbeitern, keine Pakete von Anbietern. Das verstößt gegen die Richtlinien von Google, gekaufte und gefälschte Bewertungen zudem gegen das Wettbewerbsrecht. Im schlimmsten Fall löscht Google die Bewertungen oder sperrt das Profil.
  4. Bewertungen auf der Website zeigen. Echte Stimmen mit Vornamen, Ort und Art des Auftrags auf den passenden Leistungsseiten. Das hilft vor allem Besuchern, die über eine Anzeige oder einen Link direkt auf der Website landen und das Profil nie gesehen haben.

Bereich 4: Messen, was bei Ihnen ankommt

Viele Betriebe wissen nicht, wie viele Anfragen über Google kommen. Dann lässt sich auch nicht sagen, ob sich die Arbeit an Profil und Website lohnt. Mit vier einfachen Schritten ändern Sie das.

  1. Google Search Console einrichten. Das kostenlose Werkzeug zeigt, bei welchen Suchbegriffen Ihre Website erscheint und wie oft darauf geklickt wird. Filtern Sie nach Begriffen mit Ihrem Ort oder Stadtteil: Dort sehen Sie, ob Ihre lokale SEO greift.
  2. Profil-Statistik monatlich notieren. Im Unternehmensprofil sehen Sie Anrufe, Routenanfragen und Klicks auf die Website. Tragen Sie die Werte einmal im Monat in eine einfache Tabelle ein. Nach einem halben Jahr erkennen Sie Trends, die Ihnen die Momentaufnahme nie zeigt.
  3. Den Website-Link im Profil markieren. Hängen Sie an die Adresse im Profil einen Kampagnenparameter an, etwa ?utm_source=google&utm_medium=unternehmensprofil. Dann trennt Ihre Webanalyse Besuche aus dem Profil sauber von der normalen Suche.
  4. Jede Anfrage mit Herkunft erfassen. Fragen Sie am Telefon: „Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?“ und halten Sie die Antwort fest, im Auftragsbuch oder in einem CRM. Erst diese Zahl sagt Ihnen, was Google Ihnen tatsächlich an Aufträgen bringt.

Local-SEO-Tipps: die häufigsten Fehler

Bei Betrieben, die mit dieser Liste starten, sehen wir immer wieder dieselben Stolpersteine:

  • Das Profil gehört dem falschen Konto. Ein ehemaliger Mitarbeiter oder die frühere Agentur hat den Zugang. Klären Sie das zuerst, bevor Sie irgendetwas anderes optimieren.
  • Umzug ohne Nacharbeit. Die neue Adresse steht auf der Website, im Profil und in drei Verzeichnissen aber noch die alte. Google weiß dann nicht, welcher Angabe es glauben soll.
  • Alles auf der Startseite. Die Website hat vier Seiten, und keine davon behandelt eine Leistung ausführlich. Typische Folgen beschreibt auch unser Beitrag über häufige SEO-Fehler von Bauunternehmen.
  • Einmal eingerichtet, nie wieder angesehen. Öffnungszeiten von vor drei Jahren, unbeantwortete Bewertungen, Fotos vom alten Firmenwagen. Local SEO ist keine einmalige Aufgabe.

Local SEO selbst machen oder Hilfe holen?

Die Punkte 1 bis 6 und 13 bis 20 können Sie ohne technisches Wissen selbst erledigen. Sie kosten vor allem Disziplin. Schwieriger wird es bei der Website: Leistungsseiten mit gutem Text, eine schnelle mobile Version und strukturierte Daten setzen Zugriff auf das System und etwas Erfahrung voraus.

Je nachdem, wo Sie stehen, gibt es vier Wege:

  • Sie haben noch keine brauchbare Website oder wollen sich nicht um Technik kümmern: Mit unserem Website-Abo bekommen Sie eine schnelle Firmenwebsite mit Pflege zum festen Monatspreis. Änderungen schicken Sie per Nachricht.
  • Sie haben eine Website, aber sie bringt kaum Besucher: Unsere Suchmaschinenoptimierung geht Technik, Inhalte und lokale Sichtbarkeit gemeinsam an, mit Zahlen aus der Search Console statt Versprechen.
  • Profil, lokale Seiten und Bewertungen sollen dauerhaft gepflegt werden, aber niemand im Betrieb hat Zeit für ein weiteres Tool: Das übernimmt unsere Local-SEO-Betreuung, mit einem Monatsbericht in klarer Sprache.
  • Sie wollen vor allem mehr Anfragen aus Ihrer Region, egal über welchen Kanal: Dann ist unsere Neukundengewinnung für lokale Betriebe der richtige Startpunkt.

Wenn Sie unsicher sind, wo Ihr Betrieb gerade steht, schauen wir uns Profil und Website in einem kostenfreien Erstgespräch gemeinsam an und sagen Ihnen, welche drei Punkte der Liste bei Ihnen am meisten bringen.

Häufige Fragen zur Local-SEO-Checkliste

Wie lange dauert es, bis lokale SEO wirkt? Änderungen im Unternehmensprofil sind oft nach wenigen Tagen sichtbar. Ob daraus mehr Anrufe werden, zeigt sich über Wochen bis Monate, je nachdem, wie stark die Konkurrenz in Ihrer Gegend ist. Deshalb lohnt es sich, von Anfang an zu messen.

Brauche ich eine Geschäftsadresse, um in der Karte zu erscheinen? Nein. Betriebe, die zum Kunden fahren, geben ein Einzugsgebiet an und blenden die Adresse aus. Bestätigt wird das Profil trotzdem über eine echte Anschrift, sie wird nur nicht öffentlich angezeigt.

Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas? Nein, das Profil ist kostenlos. Bezahlt werden nur Anzeigen, die Sie zusätzlich schalten können. Vorsicht bei Anrufen, die Ihnen einen „offiziellen Google-Eintrag“ gegen Gebühr verkaufen wollen.

Soll ich für jede Stadt in der Umgebung eine eigene Seite anlegen? Nur dort, wo Sie wirklich regelmäßig arbeiten und etwas Eigenes zeigen können, etwa Projekte, Anfahrt oder Besonderheiten vor Ort. Austauschbare Seiten mit wechselndem Ortsnamen schaden eher, als dass sie helfen.

Reicht das Unternehmensprofil auch ohne Website? Für den Anfang ja, auf Dauer nein. Ohne Website fehlt Google ein wichtiges Signal für die Relevanz, und Kunden, die vor dem Anruf mehr wissen wollen, finden keine Antworten. Eine schlanke Website mit einer Seite pro Leistung genügt oft schon.

Passende Leistung

Local SEO mit Betreuung

Wir pflegen Ihr Unternehmensprofil, Ihre lokalen Seiten und Bewertungen, damit Kunden aus Ihrer Stadt Sie finden und anrufen.

Oleksandr Grygoriev

Über den Autor

Oleksandr Grygoriev
Geschäftsführer, SEODACH Solutions GmbH

Mit über 10 Jahren Erfahrung in der IT-Branche unterstützt Oleksandr Grygoriev Unternehmen bei der digitalen Transformation — von SEO-Optimierung über KI-Automatisierung bis hin zu individueller Softwareentwicklung.

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