Öffentliche Vergabe: Begriffe einfach erklärt
12 Begriffe in dieser Kategorie
- Bekanntmachung
- Unterlagen
- Angebot
- Wertung
- Zuschlag
Bund, Länder und Kommunen vergeben jedes Jahr zahlreiche Aufträge an Unternehmen – von Bauleistungen über IT bis zu Reinigung und Beratung. Dabei gelten feste Regeln: Wer einen öffentlichen Auftrag gewinnen will, muss das richtige Verfahren kennen, die Vergabeunterlagen vollständig bearbeiten und sein Angebot fristgerecht über die richtige Plattform einreichen.
In dieser Kategorie erklären wir die Begriffe entlang des Wegs eines öffentlichen Auftrags. Sie lesen, was das Vergaberecht regelt und wann UVgO, VgV oder VOB gelten, welche Schwellenwerte über das Verfahren entscheiden und worin sich öffentliche Ausschreibung, beschränkte Ausschreibung und freihändige Vergabe unterscheiden. Wir erklären die E-Vergabe, das Leistungsverzeichnis als Kern der Unterlagen, die Präqualifizierung als vorab geprüfte Eignung und die Bietergemeinschaft, mit der sich kleinere Unternehmen gemeinsam um größere Aufträge bewerben. Die Artikel ersetzen keine Rechtsberatung, helfen aber, Ausschreibungen schneller einzuschätzen und Formfehler zu vermeiden.
Alle Begriffe: Öffentliche Vergabe
Was ist eine beschränkte Ausschreibung?
Bei der beschränkten Ausschreibung bieten nur ausgewählte Firmen an. Mit und ohne Teilnahmewettbewerb, wann sie zulässig ist und wie Sie eingeladen werden.
Was ist eine Bietergemeinschaft?
In einer Bietergemeinschaft geben mehrere Firmen ein gemeinsames Angebot ab. Haftung, Kartellrecht, Abgrenzung zum Nachunternehmer und typische Fehler.
Was ist die E-Vergabe?
E-Vergabe heißt: Ausschreibungen elektronisch finden, Unterlagen abrufen und Angebote digital abgeben. Ablauf, Plattformen, Signatur und typische Fehler.
Was ist eine freihändige Vergabe?
Bei der freihändigen Vergabe verhandelt der Auftraggeber direkt mit ausgewählten Firmen. Wann sie zulässig ist und was sie von anderen Verfahren trennt.
Was ist ein Leistungsverzeichnis?
Ein Leistungsverzeichnis zerlegt einen Auftrag in einzelne Positionen mit Menge und Einheit. Aufbau, GAEB-Format und typische Fehler beim Ausfüllen.
Was ist eine öffentliche Ausschreibung?
Bei einer öffentlichen Ausschreibung darf jedes Unternehmen ein Angebot abgeben. Ablauf, Regeln, Unterschied zum offenen Verfahren und Tipps für Bieter.
Was ist Präqualifizierung?
Präqualifizierung heißt: Eignungsnachweise einmal prüfen lassen und in vielen Vergaben nutzen. PQ-VOB, AVPQ, Kosten und wann sich der Eintrag lohnt.
Was sind Schwellenwerte im Vergaberecht?
Schwellenwerte entscheiden, ob ein Auftrag EU-weit ausgeschrieben werden muss. Aktuelle EU-Werte, richtige Auftragswertschätzung und nationale Wertgrenzen.
Was ist die UVgO?
Die UVgO regelt öffentliche Liefer- und Dienstleistungsaufträge unterhalb der EU-Schwellenwerte. Verfahrensarten, Regeln und Tipps für Bieter.
Was ist Vergaberecht?
Vergaberecht regelt, wie Behörden und öffentliche Unternehmen einkaufen. Grundsätze, Aufbau, Beteiligte und was Bieter im Mittelstand wissen sollten.
Was ist die VgV?
Die VgV regelt EU-weite Vergaben von Liefer- und Dienstleistungen ab den Schwellenwerten. Verfahren, Fristen, Eignung und Rechtsschutz im Überblick.
Was ist die VOB?
Die VOB regelt, wie Bauleistungen vergeben, beauftragt und ausgeführt werden. Teil A, B und C im Überblick – und wann die VOB/B im Privatvertrag gilt.
Passende Leistungen
Vom Begriff zur Umsetzung: Hier unterstützen wir Sie in der Praxis.
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